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FUTURE PRAWN

Liebeskummer & Reis

Bei den ersten Klängen muss ich spontan an TV-Serien aus meiner Kindheit denken: „Timm Thaler“, „Silas“ oder „Manni, der Libero“. Die hatten auch diese cheesigen Keyboards im Soundtrack. FUTURE PRAWN kommen aus einer ganz anderen Generation, aber den Ton von damals treffen sie perfekt. Vor drei Jahren hat mich schon „A Day At Promenade“ begeistert, das Debütalbum der Potsdamer mit diesem nerdigen Sound zwischen Westcoast-Slacker-Attitude, Glamrock und Punk. Wie ein verklebtes Polaroidfoto aus den 1980s. Irgendwo in der Besucherritze zwischen Ty Segall, Frank Zappa, Beck und LEMON TWIGS. Manchmal zwinkern uns auch die australischen Neo-Hippies TAME IMPALA zu. Auf ihrem Debütalbum hatten FUTURE PRAWN noch englische Texte, jetzt singen sie auf Deutsch. Über schlaflose Nächte am Küchentisch, nostalgische Kindheitserinnerungen oder Entfremdung in der eigenen Familie. Anspieltipp: „Wir kleben“. Hinter FUTURE PRAWN steckt vor allem der Multi-Instrumentalist Martin Mann, der vorher bei Prog-Bands wie EAT GHOSTS oder MINERVA gespielt hat. Für jedes Album und vermutlich auch für seine Live-Shows holt er sich Komplizen mit an Bord, die ihm helfen, seine versponnenen Visionen zu vertonen. Aufgenommen und gemischt hat die zehn Songs Charlie Paschen (COOGANS BLUFF) in seinem Studio in Potsdam.

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