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HATEFUL ABANDON

Threat

FOMAA! Fear of missing an album! Ich hatte HATEFUL ABANDON total aus den Augen verloren nach ihrem dritten Album „Liars/Bastards“ von 2014, dem 2008 „Famine“ und 2011 „Move“ vorangegangen waren. Damals hatte mich das Duo aus Bristol, UK, bestehend aus den multi-instrumental begabten Tom „Swine“ Price (perc, gt, key) und Martin „Vice Martyr“ Brindley (gt, bs, voc) völlig begeistert mit ihrer kunstvollen Mixtur aus doomigem Goth, Metal, Industrial und Anarcho-Punk. Und dann kam ... nichts mehr! Uff! Keine verpassten Alben, sondern eine zehnjährige Schaffenspause, die nun mit „Threat“ beendet wurde. Eine sehr politische Message haben sie, leider fehlt ein Textblatt, so bleiben begleitende Worte, wie sie auf der Website ihres Labels dokumentiert sind, im Unkonkreten: „Bankers are getting richer, cops more corrupt. Politicians are stuffing their pockets and running entire nations into the ground. While the rest of us toil and wilt in the gutter of helplessness and resentment, as the shadows of war and class enslavement elongate further into a futureless, horizonless twilight ...“ Eine dystopische Weltsicht, der zu widersprechen schwerfällt. Und liest man die Linernotes auf Bandcamp, ahnt man, warum es so lange still war um das Duo: „‚Threat‘ is the fourth full length album by HATEFUL ABANDON. Recorded between 2014-2024. Tracks 4-8 rescued from the rubble. Extracted from a destroyed hard drive. These have been our hardest years.“ Und so klingt das auch. Die Bilder und Klänge der verfallen(d)en nordenglischen Industriestädte, in denen sich einst die Industrial-Pioniere erprobten, werden hier per Kopfkino-Soundtrack von 1984 nach 2025 gebeamt – eine intensive Erfahrung: „headphones recommended“, heißt es dazu.

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