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INSIDE ARTZINE #22

„A bit as if an alien artist wanted to show us his personal view of the things that surrounded us“, diese Aussage des im Zine vertretenen französischen KI-Kunstblogs „French Serial Prompter“ fasst den wild gemischten surrealen Inhalt des seit 1990 aktiven gedruckten Artscum-Organs Inside Artzine recht treffend zusammen. Die Kunst des Abseitigen, Grotesken und Abstoßenden auf insgesamt 60 Seiten in feinstem vollfarbigen Offsetdruck inklusive Relieflack-Einband von Künstlern aus zehn verschiedenen Nationen versammelt Ausgabe #22. Neben visuellem Output finden sich auch Interviews, Gedichte, Essays und Bookreviews, alles in englischer Sprache. Inhaltlich ist das manchmal anstößig, oft fies anzusehen, unbequem und in dieser Ausgabe tatsächlich mit einer im Inhaltsverzeichnis eingebauten explizit politischen Botschaft versehen: FCK AFD steht dort klein, aber deutlich sichtbar in der linken Ecke. Auch sonst wird nah am Puls der Zeit gearbeitet, neben den üblichen abstrakteren Motiven werden KI, Krieg und totale Überwachung thematisiert. Warum auf oft abstrus abstoßende Weise? Weil Kunst verwirren, destabilisieren und so den Status quo beenden soll, sagt das belgische Künstlerduo Mothmeister. Dem wird dieses Heft einmal mehr absolut gerecht. Ein düster-bizarres Erlebnis der ganz eigenen Art.

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