
Die fünf Musiker aus Down Under halten sich nicht mit Nebensächlichkeiten auf. Schonungslos, impulsiv und mit einem furiosen Tempo geht es durch ihr drittes Album „Ugly Produce“. Der Titel ist dabei Programm. Nicht anders wollen es KING PARROT haben. Man nimmt die Australier als unangepasst, heftig und rigoros wahr. Die Wahl der musikalischen Mittel fiel auf einen Crossover, der hauptsächlich Elemente aus den Bereichen Death’n’Thrash, Grindcore/D-Beat und Hardcore-Punk umfasst. Die rund 27-minütige Spielzeit wir gleichermaßen effektiv wie kurzweilig gefüllt. Immer drauf – so lautet die Devise. Im Zweifel setzt das Quintett lieber einen (weiteren) Blastbeat, anstatt Melodien oder wiedererkennbare Momente einzubinden. KING PARROT sind erkennbar darauf aus, krass durchzuziehen und die Brutalität ihres Spiels zu maximieren. Ja sicher, gelegentlich werden Monster-Grooves eingestreut, die ihre Wirkung nicht verfehlen. Doch ansonsten geschieht Variation allein über die Tempoarbeit oder das unerbittliche Nachsetzen. In Kombination mit dem eigenwilligen, auffälligen Geshoute reicht es so für die Übermittlung der unangepassten Attitüde und das Abreagieren des eigenen Energieüberschusses. „Ugly Produce“ ist für das Gebotene eine treffende Klammer.
© by Fuze - Ausgabe #112 Juni/Juli 2025 und Dennis Müller
© by Fuze - Ausgabe #112 Juni/Juli 2025 und Arne Kupetz
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #181 August/September 2025 und Guntram Pintgen
© by Fuze - Ausgabe #67 Dezember/Januar 2017 und Arne Kupetz
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #135 Dezember/Januar 2017 und Guntram Pintgen