
Auch wenn es einem Promo-Agenturen und Plattenfirmen oft so verkaufen wollen, nein, es ist kein besonderes Qualitätsmerkmal, wenn man bereits in den 1990ern Demos oder Alben im Untergrund veröffentlicht hat und nun noch mal so richtig durchstarten möchte. So wie die dänischen Death Metaller mit ihrem achten Studioalbum. Ja, schlecht ist das alles nicht, das thrashige „Revolution“ geht ordentlich nach vorn, „Magick“ besticht mit toller Gitarrenarbeit und das hymnische „Tentacles of madness“ walzt am Ende auch noch einmal ordentlich. Doch wirken KONKHRA auf „Sad Plight Of Lucifer“ so schlicht wie jede zweite skandinavische Death-Metal-Band mit einem Hang zu thrashigen Passagen. Und dabei klingt das Album nicht mal wirklich gut. Verglichen mit vielen Produktionen der heutigen Zeit, selbst wenn diese oldschool sein sollen, kommt es etwas dünn und klapprig daher. Da hilft auch Tue Madsens Mix nicht. Am Ende ist „Sad Plight of Lucifer“ schlichte Genrekost, die einem mittlerweile jeder verkaufen möchte – auch wenn man mit dieser Art von Musik Anfang der 1990er noch ein Pionier gewesen sein mag.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #37 IV 1999 und Dirk Gomez
© by Fuze - Ausgabe #110 Februar/März 2025 und Manuel Stein