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LIA BOSCH

Polar Code

Nimmt man das Science-Fiction-Konzept von Lia Bosch zur Kenntnis, dann ist es nicht verwunderlich, dass es sich auf „Polar Code“ bedrohlichen Ambient gibt. Es geht um eine Forschungsreise in die Antarktis, die Aufschluss über extraterrestrische Aktivitäten geben soll. Ein Portal bietet dem Forscher Auskunft über ein universelles, alles verbindendes System, aus dem sich soziale und ethische Fragen und Erkenntnisse ableiten lassen. Allumfassender lässt sich ein Debüt nicht denken. Auf „Polar Code“ schwirren Sounds durch den Äther, die sich eher narrativ auswirken, als dass sie zusammengehörige Musik bilden. Die Suspense erzeugende Erzählung hätte auch Anlass für die ungezügelten Noise-Kaskaden von ONEIROGEN oder Ben Frost gegeben. Doch die klangliche Welt der multidisziplinären Künstlerin bleibt eher ruhig. Trotzdem ist „Polar Code“ von einer feindseligen Atmosphäre umschlossen, die auch die Hörer:innen immersiv umspannt.

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