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LIFESICK

Loved By None, Hated By All

Es ist Tag drei nach der zweiten orangefarbenen Apokalypse und ich muss sagen: Trost spenden LIFESICK mir zwar nicht wirklich, aber um negative Gefühle auszuleben, bieten sie eine sehr taugliche Projektionsfläche. Während der ersten Durchgänge meinte ich, in „Double cross“ die Worte „Fascist motherfucker“ zu vernehmen, was sich beim Blick ins Booklet zu „Fakeass motherfucker“ korrigierte – aber auch das funktioniert vergleichbar gut für mich. Wer Musik gerne hört, um runterzukommen, findet maximal im ruhigen Zwischenspiel am Ende von „Hollow treats“ einen Ruhepol. Wer Musik gerne aufgrund ihrer kathartischen Wirkung hört, bekommt hingegen in den verbleibenden 33 Minuten die volle Keule an Negativität. Die Veränderungen im Vergleich zu den Vorgängern halten sich dabei in Grenzen. Es regiert weiterhin ein stark an die legendäre schwedische HM2-Buzzsaw angelehnter Gitarrensound, lediglich der Mix ist etwas sauberer als zuvor, jedoch noch immer weit entfernt von glatt. Jedenfalls sind LIFESICK durch den Wechsel zu Metal Blade nicht zur Metalband geworden, was jeden Fan freuen sollte. Wer noch keiner ist, sollte den dänischen Misanthropen eine Chance geben.

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