MADBALL

For The Cause

Fuck, ist „Hardcore Lives“ jetzt fast vier Jahre alt?! Hymnen wie „DocMarten stomp“ begleiten mich auch schon ein paar Jährchen. Davor war es „Empire“, das heute auch noch oft im Player landet. Freddys Stimme und die melodischen Gitarrenläufe machen die letzten MADBALL-Scheiben zu Dauerbrennern. Working-Class-Hymnen, die man nach dem zweiten Hören mitschreien konnte, aber nie ihren Reiz verlieren. Jetzt liegt also „For The Cause“ auf dem Tisch und die Erwartungen sind hoch. Doch schon nach dem Opener ist der Kurs klar: alles bleibt melodisch, direkt und ohne Schnörkel, dafür mit der nötigen Ernsthaftigkeit und der Liebe zur Sache. Während sich andere in Tough-Guy-Attitüde und Geprolle verlieren, verkörpern MADBALL auf sympathische Weise das Lebensgefühl einer ganzen Subkultur. Auch auf „For The Cause“ geht es um harte Arbeit, Ehrlichkeit und Leidenschaft für Musik, für das Leben und die Szene. Jedes Riff, jeder Beat und jede Textzeile sitzt. Die Produktion ist längst nicht mehr so rau wie bei „Set It Off“, die Dichte an Hits ist aber seit Beginn der Bandkarriere konstant. Freddy bringt es in „Freight train“ direkt auf den Punkt: „Stagnation is a killer, don’t you know it?“ Positivster Überraschungsmoment der Scheibe ist der Gastauftritt von Ice-T in „Evil ways“. „For The Cause“ ist genau das, was man von MADBALL erwartet und sich gewünscht hat. Es bleibt also alles beim Alten: MADBALL liefern, ich feiere es.