MISSISSIPPI BURNING

Der 2020 verstorbene britische Filmemacher Alan Parker hat in seiner Karriere einige exzellente Filme gedreht, vor allem in den 1980er Jahren, die auch über 30 Jahre später immer noch äußerst sehenswert sind. Viele würden sicher seine Verfilmung des Konzeptalbums „The Wall“ von PINK FLOYD aus dem Jahr 1982 hervorheben, ich bevorzuge eher seinen okkulten Thriller „Angel Heart“ von 1987. Ein Jahr später entstand der mehr in der Realität verwurzelte, immer etwas unterbewertete „Mississippi Burning“ (hierzulande mit dem Zusatz „Die Wurzel des Hasses“ versehen), der aber in geografischer Hinsicht starke Parallelen zu „Angel Heart“ aufweist, da beide Filme in den Südstaaten der USA spielen. „Mississippi Burning“ in Mississippi, natürlich, und „Angel Heart“ in Louisiana. Und so ähneln sich beide Filme trotz unterschiedlicher Themen, anderer Jahrzehnte und Kameramänner dennoch in ästhetischer Hinsicht. Die visuelle Qualität von „Mississippi Burning“ lässt sich nach einigen DVD-Veröffentlichungen jetzt bei der neu erschienenen Mediabook-Editon mit Ultra HD Blu-ray, normaler Blu-ray und Bonus-Blu-ray mit reichlich Zusatzmaterial in perfekter Qualität begutachten. Gerade thematisch wirkt „Mississippi Burning“ (mit Gene Hackman, Willem Dafoe, Brad Dourif, Michael Rooker und Frances McDormand) immer noch außerordentlich aktuell, trotz seiner plakativen Thriller- und Action-Elemente, da nicht nur in den USA unverhohlener Rassismus wieder gesellschaftsfähig geworden ist. Parker griff dafür den Fall von drei Bürgerrechtlern auf, die 1964 in Mississippi vom Ku Klux Klan ermordet wurden. Hackman und Dafoe spielen dabei ein gegensätzliches Ermittlerpaar des FBI, das in Neshoba County in Mississippi einen ähnlichen Fall aufklären soll und es dabei mit skrupellosen rassistischen Südstaatlern zu tun bekommt.

Anzeige