
Eine polnische Doom- und Sludge-Band ist mir bislang auch noch nicht untergekommen, aber genau das sind NEON MÜD aus Warschau. „Mud And Black Water“ ist nach „Out Of The Mud“ (2022) ihr zweites Album. Gleich der Opener „Vengance is mine“ zieht den Hörer mit seinen über fünf Minuten straight vor sich hin stampfenden Rhythmen und Riffs und dem hypnotischen Gesang in den Bann. Bei „Destroyer of worlds“ drosselt das Trio das Tempo und erschafft dystopische Klanggebilde. „Green river“ ist mitnichten von CREEDENCE CLEARWATER REVIVAL, sondern ein weiterer Song mit stark verzerrtem Bass, tief gestimmten Gitarren und monotonem Gesang. Gerade diese Mischung aus stoischer Wiederholung, ein paar Einsprengseln Blues, massiver Verzerrung und treibenden Drums macht Lust darauf, „Mud And Black Water“ öfter einzulegen.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #185 April/Mai 2026 und Guntram Pintgen