
Irgendwo zwischen OBITUARY und ASPHYX lugen NEW WORLD DEPRESSION aus dem Death-Metal-Dreckhaufen. Dass man es hier bereits mit dem siebten Studioalbum der Westfalen zu tun hat, merkt man als Hörer sehr schnell am routinierten Songwriting. Hier sitzt jede Struktur, jede Pause. Zur richtigen Zeit setzt das Quintett auf Melodie, nimmt das Tempo raus oder erhöht es. Songs wie „Books of trophies“ oder „Marching on our graves“ sind gute Beispiele dafür. Sehr wohl fühlt sich die Band dabei im Midtempo. Wer hier Parallelen zu britischen Gruppen wie BOLT THROWER oder BENEDICTION zieh, liegt nicht falsch. Mit „Carnage“ gibt es auf der Platte aber auch ein wesentlich schnelleres und im Vergleich zum restlichen Material deutlich rockigeres Stück, das die zweite Hälfte auflockert. Schlussendlich ist „Abysmal Void“ jedoch kein Album, das seinen Blick nach vorne richtet. Vielmehr verlieren sich NEW WORLD DEPRESSION hier im Altbekannten und gut Funktionierenden. Findet man als Fan Gefallen an den aufgezählten Bands, wird man trotzdem auch Spaß an „Abysmal Void“ haben können. Dafür funktionieren die eingesetzten Elemente einfach zu gut.
© by Fuze - Ausgabe #116 Februar/März 2026 und Manuel Stein
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #183 Dezember 2025/Januar 2026 2025 und Ollie Fröhlich