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ÖIL!

They Honour Our Glory

Na, toll, was macht man also, wenn einem nix Gehaltvolles mehr einfällt und man sich entweder nicht traut oder es schlicht nicht schafft, der eigenen Szenebubble zu entwachsen? Man zieht die Verarschungskarte, „Wir sind sowieso die Coolsten!“. Das kann man machen, wenn man es kann. Im Fall von ÖIL! nervt das überbordende Oi!-Oi!-Skinhead-Boots-and-Braces-Getöse schon vom Artwork her. Crucified Skin, okay, macht mal. Langweilig. Der Versuch, die lustige Klischee-Atombombe zu zünden, geht (für mich) nach hinten los. Asskicking fürn Arsch! Musikalisch bestenfalls Zweite Liga, untere Hälfte. Der als Satire und Persiflage verpackte Stampf-Oi! dudelt belanglos und spröde aus den Boxen, bestenfalls lassen sich noch paar flotte WRETCHED ONES-Tunes („Hippies worst nightmare“) raushören, aber mir ist das alles zu anstrengend, krampfig und völlig drüber. Vielleicht verstehe ich das auch nicht und höchstwahrscheinlich bin ich eben nur ein tagträumender Hippie. Wird seine Follower finden, mich schaudert’s bei solch einer biederen Realsatire, die man weder ernst nehmen noch ernsthaft lustig finden kann. Erst recht in ernsten Zeiten wie den unseren.

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