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ORSO

Caffé?

„Genial verrückt, diese Band“, lautete mein abschließendes Statement im Review zum 2019er Album „Paninoteca“ auf dem die Schweizer ORSO auf musikalische Weise verschiedenen Sorten von Sandwiches huldigten. Mit Lebensmitteln scheinen sie es ja zu haben, weshalb sich das neue Werk nun mit Kaffee beschäftigt, wie unschwer am Titel zu erkennen ist. So heißen die Songs also „Ristretto“, „Espresso“, „Americano“ und „Affogato“, was irgendwie ja auch wieder den Kreis zur letzten Platte schließt, denn schließlich lässt sich eine kräftige Mahlzeit am besten mit einem koffeinhaltigen Heißgetränk herunterspülen. Musikalisch bleibt es bei Post-Metal, wenngleich die Schweizer davon Abstand genommen haben, das volle Gitarrenbrett zu fahren. Die Band konzentriert sich oft auf ruhigere Momente, bietet Zeit zum Innehalten, fährt die Gitarren zwar auch gerne bedrohlich hoch, lässt aber die Gelegenheit bestehen, sich darauf vorbereiten zu können, statt überfallartig loszupreschen. Kaum zu glauben, dass sich der Genuss von Kaffee derart spannend vertonen lässt.

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