
Eigentlich wären ORTHODOX grundsätzlich eine perfekte Oldschool-Metalcore-Band: sie nehmen Metal-Riffs, kloppen sie durch den Hardcore-Häcksler, fügen Breakdowns hinzu und kommen dabei zügiger auf den Punkt als typische Metalbands. Die wesentlichen Unterschiede sind allerdings, dass sie ihre Riffs eher von New Metal-Bands klauen, ihre Interpretation von Hardcore recht technisch ausfällt und die Breakdowns sich an Dissonanz und Djent orientieren. Trotz dieser Neuinterpretation krankt ihr Sound an dem typischen Problem, dass viele Hardcore-Bands nur zwei bis drei Metal-Riffs zu kennen scheinen und das Songmaterial dementsprechend monoton rüberkommt. Ob das überhaupt ein Problem ist und sich eine gewisse Gleichförmigkeit bemerkbar macht, liegt natürlich im Ohr des Behörers. Fest steht, dass „A Door Left Open“ – genau wie jeder seiner Vorgänger übrigens – ein in jeglichen Belangen kompetent umgesetztes Modern Metalcore-Album darstellt. Natürlich spricht aber auch für sich, dass ausgerechnet „One less body“ mit (melodischem) Gastgesang von Brann Dailor (MASTODON) eine angenehme Abwechslung bietet. Ich habe allerdings generell eher das Gefühl, dass ORTHODOX Kompromisslosigkeit viel wichtiger ist als das Anführen irgendwelcher Mainstream-Playlists.
© by Fuze - Ausgabe #113 August/September 2025 und Arne Kupetz
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© by Ox-Fanzine - Ausgabe #181 August/September 2025 und Andreas Kleen
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #77 April/Mai 2008 und André Bohnensack
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #97 August/September 2011 und Arndt Aldenhoven