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OUST

Rather Be A Fuck Up

Meine Damen und Herren ... darf ich Ihnen vorstellen: OUST aus den Niederlanden. Aktuell wohl mit die beste Hardcore Punk-Band aus unserem Nachbarland. Ihr Credo ist, dass sie einer der hammermäßigsten Live-Acts der Neuzeit sind, denn selten habe ich eine Gruppe gesehen, die so dermaßen cool abgeht wie OUST. Das ist Energie pur! Mein Wohlgefallen beruht aber natürlich auch auf den sehr guten Songs, wie man sie auch auf der neuen LP „Rather Be A Fuck Up“ hören kann. 2020 erschien das selbstbetitelte Debütalbum, 2021 folgte die „Never Trust A Politician“-7“ und nun kommt endlich der nächste Knaller. Die Soundqualität der Platte, die von Gabor Wiltner aufgenommen und abgemischt wurde, ist kolossal! Das Besondere an den Songs von OUST ist, das sie nicht Schema F folgen, sondern einen wunderbaren eigenen Kosmos entwickeln. Die Songstrukturen sind ungewöhnlich und weisen einen klaren Steigerungsfaktor auf, so dass man Gefahr läuft, von den schnellen Hardcore-Punk-Attacken schier überrollt zu werden. Die Bandmitglieder, die eine selten gut funktionierende Einheit bilden, stammen aus Nijmegen, Amsterdam und ... Rom. Textlich sind OUST auch ganz weit vorne, zum Beispiel wurde der Titelsong „Rather be a fuck up“ in der Tracklist mit dem Zusatz „... than a fascist“ versehen. Hier wird klare Kante gezeigt, auch in den Songs „Die for the economy“, „Our anger is appropriate“ oder „Make it stop“. In „Vasectomy“ oder „Körperkultur“ werden auch gesellschaftliche Themen geschickt behandelt. OUST stehen zu 100% für das DIY-Ethos ein. Bunt, divers, human und nach dem Motto: Cooperation, not competition.

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