
Die Wiener Band PARC DE TRIOMPHE ist mit ihrem Debütalbum unterwegs. Irgendwie so ein bisschen Indie, irgendwie so ein bisschen Elektro. Irgendwas dazwischen, ein geschmolzenes Konglomerat, schwer zu trennen, die Zusammensetzung bleibt geheim. Dazu kommen deutschsprachige Texte, wie aus dem Ärmel geschüttelt, leicht, manchmal die Welt auf eine seltsame Art beschreibend. In ihrer Sparsamkeit sind die Texte ganz dem musikalischen Hintergrund nahe. Text und Musik interagieren, auch in der Reduzierung der eingesetzten Mittel. Ihre Gesellschaftskritik ist lakonisch und erschütternd präzise, ohne den Bezug zur Realität zu verlieren. Songs wie „Angst“, „Wohngebietspark“ und „Totentanz“ laden dazu ein, die LP einfach zu mögen. Hört man sich dann das Album noch mal an, dann noch mal und noch mal, wird einem erst die Nähe zur NDW bewusst, die Reduktion als künstlerisches Stilmittel und die Verwandtschaft mit Bands wie etwa IDEAL. Überraschendes Album mit hohem Entdeckungspotenzial.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #182 Oktober/November 2025 und Thomas Neumann