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PLOSIVS

Yell At Cloud

Nach ihrem triumphalen Debüt 2022 erscheint nun ein neues, altes Album. Zu diesem Widerspruch gleich mehr. Ich nehme es vorweg, „Yell At Cloud“ ist das zweite PLOSIVS-Album des Jahres 2025 bei Swami Records. Speedo schart hier die bekannte Supergroup um sich: Rob Crow (voc, key), Atom Willard (dr) und Jordan Clark (bs). Die zehn Songs sind eine bunte Mixtur aus Post-Punk, Rock’n’Roll, Garage und (Indie-)Rock. Ohne Robs Gesang könnte hier auch ein HOT SNAKES-Album aus den Boxen dröhnen. Bei „Civilized’“ schimmern selbst kleine BEATLES-Harmonien durch, catchy und trotzdem kein glatter Popsound, sondern kompakt und detailreich, hypnotisch und eindringlich, teils leicht dissonant und harmonisch zugleich. Während des Lockdowns 2020 wurde die damals frisch gegründete Band ins brandneue No Fun Club-Studio in Winnipeg eingeladen. Hier hatte der Produzent und Studiokonstrukteur Mike Bridavsky (DEERHOOF, MAGNOLIA ELECTRIC CO.) bei der Einrichtung geholfen. Die Band sollte im Studio wohnen und arbeiten. Es zog allerdings ein gewaltiger Schneesturm auf, der sogar zeitweise Stromversorgung und Heizung kappte. Viele Aufnahmen wurden mit Notstrom aus Dieselgeneratoren aufgenommen. Die Anspannung war sicher enorm. Die Band musste sich außerdem regelmäßig zu Corona-Tests in die nächstgelegene Klinik durchkämpfen. Resultat nach einigen Tagen: Abbruch der Sessions, das Album sollte zu einem späteren Zeitpunkt fertiggestellt werden. Aber aus Wochen wurden vier Jahre! Erst durch Atoms Betreiben unternahm Ben Moore (PLOSIVS, HOT SNAKES, ROCKET FROM THE CRYPT) einen neuen Anlauf und und mischte „Yell At Cloud“ fertig. Um eine nahtlose Kontinuität zu den Originalaufnahmen zu schaffen, fast im Dunkeln, indem er die Helligkeit seines Bildschirms auf die niedrigste Stufe stellte. Es hat sich gelohnt!

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