
2005 gründete Jérôme Reuter die luxemburgische Neo-Folk/Post-Industrial-Band ROME. Nach Oi! (SKINFLICKS) und Post-Punk (MACK MURPHY AND THE INMATES) war es Zeit für eine neue Klangfarbe. Das vierte ROME-Album „Flowers From Exile“ wurde ursprünglich 2009 veröffentlicht und enthält zwölf getragene, dunkle Folk-Songs, die bedingt durch Jérôme Reuters dunkle und tiefe Stimme stark an Nick Cave erinnern. Dazu kommen sparsam instrumentierte Stücke (Gitarre, Bass, Cello,Violine, Keyboard), die teilweise mit Soundcollagen, Feldaufnahmen und Spoken-Word-Passagen (von Gästen) untermalt wurden. Aufgeteilt in vier Kapitel („Reiseherrschaft“, „Besitzbegrenzung“, „Ruheverbot“ und „Verzicht“) beschäftigt sich das feinfühlige Singer/Songwriter-Album mit dem Spanischen Bürgerkrieg und den daraus resultierenden Folgen (Leben im Exil) und kombiniert hier Historie, Literatur und Musik. Durch eine Aufarbeitung der ursprünglichen Aufnahmen mit den heutigen technischen Mitteln erhält „Flowers From Exile – Revisited“ einen frischen Anstrich. Die Stimme tritt hier viel stärker in den Vordergrund. Die Songtexte sind im bebilderten Booklet abgedruckt. Ein Genreklassiker.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #93 Dezember 2010/Januar 2011 und Markus Kolodziej
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #93 Dezember 2010/Januar 2011 und Markus Kolodziej
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #183 Dezember 2025/Januar 2026 2025 und Kay Werner
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #167 April/Mai 2023 und Markus Kolodziej