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ROTTEN FUTURE

The End Is Near

Die Münchner Hardcore-Punks verzichten insgesamt auf jeglichen Mainstream-Appeal und für ihr DIY-Debütalbum bewusst auf jegliche Metal-typische Inszenierung. An dieser Stelle muss direkt das Statement-Artwork thematisiert werden: schwarzweiße Apokalypse, düstere Endzeit im Collagenstil. Das referenziert eine Historie, die von CRASS zu GISM über NAPALM DEATH zu DISRUPT und seit kurzem zu THE HOPE CONSPIRACY führt. Die Liste einschlägiger Bands ließe sich hier beliebig fortführen. No trends, das hier ist einfach Hardcore-Punk. ROTTEN FUTURE verbeißen sich in den neun Songs (neben zwei instrumentalen Intros) in die deutschen und bayrischen Verhältnisse – und ihre mentalen Folgen. Sicher nicht zufällig giftet gleich der erste Track „Blind faith“ gegen die organisierte Religion. „I drink too much“ funktioniert wie eine auf links gedrehte GANG GREEN-Hymne, „Unrest“ thematisiert Depressionen. „The end is near“ bleibt trotz überwiegender Schwarzmalerei immer uptempo und ungebrochen, der Feind ist „Black red gold“, bombardiert, schiebt ab, gehorcht und trägt Polizeiuniform („Fight back“). Das ist niedrigschwelliger Widerstand für die Straße und das Jugendzentrum. Wie die Münchner Künstlerin @lalucia089 in ihrem Feature im Song „New generation“ sagt: „Deutschland ist mir peinlich und ich schrei es durch die Gegend.“ Es existieren 300 Exemplare aus farbigem Recycling-Vinyl.

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