Foto

SEPULCHRAL

Beneath The Shroud

Was hat es eigentlich mit diesen Intros und Outros auf sich, die in keinem Zusammenhang mit der restlichen Musik eines Albums stehen? Aiman Abdallah, übernehmen Sie! „Beneath The Shroud“ ist der zweite Langspieler der iberischen Todesmetaller – und bietet klassischen Death Metal in Reinform. Wer dabei an MORBID ANGEL oder NECROPHAGIA denkt, liegt genau richtig. Es hat dabei seinen ganz eigenen Charme, wenn Arkaitz Fernández seinen Gesang mit einem markanten spanischen Akzent versieht. Sofort kommen Erinnerungen an frühe SEPULTURA auf, die ihre brasilianische Herkunft ebenfalls deutlich hörbar in der Stimme trugen. Das einzig Semimoderne an diesem Album ist die Produktion: Gerade das Schlagzeug dürfte gerne noch etwas roher und dreckiger klingen. Auch wenn die Songs in sich durchaus abwechslungsreich gestaltet sind, bewegen sie sich überwiegend im hohen bis sehr hohen Tempo. Eingängige Strukturen oder wiedererkennbare Refrains sucht man vergeblich. Unterscheiden lassen sich die Stücke meist erst durch einen Blick auf die Titelanzeige. Am Ende bleibt vor allem der markante Akzent von Fernández als echtes Alleinstellungsmerkmal, das SEPULCHRAL von vielen anderen OSDM-Bands abhebt. Ob das auf Dauer reicht, muss jedoch jeder Hörer selbst entscheiden.

Anzeige