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SHOEGAZE (33 1/3)

Ryan Pinkard

Was ist Shoegaze? Eine Szene? Ein Sound? Wer schaut schon auf seine Schuhe beim Gitarre spielen? In den 1990er Jahren hätte man gesagt, es ist ein „Genre-Fake“ des NME, eine reine Erfindung. Über die Etymologie des Begriffs „Shoegaze“ gibt es wenig Einigkeit. Er hat viel mit dem Gitarrenspiel mit Pedalen zu tun, mit Gitarristen, die „Pedal-Junkies“ sind, oft in introspektiven „Gitarrengeschrubbel“ versinken und dabei auf den Boden starren. Als despektierliche Beschreibung der notorisch-gehässigen britischen Musikpresse wurde der Begriff von der kleinen Gruppe Bands, auf die er angeblich zutraf, abgelehnt. Heute ist Shoegaze unbestreitbar existent. Shoegaze kombiniert ätherischen Gesang mit verzerrten Gitarren und schafft einen Sound, in dem mitunter kein Instrument vom anderen zu unterscheiden ist. Als Bezeichnung sowie als Einfluss wird er auf ein breiteres Spektrum von Bands verwendet, als man dies vor dreißig Jahren vermutet hätte. Ryan Pinkard fokussiert sich hier auf die erste Welle und verfolgt die wichtigsten Bands, ihren Sound und ihren Einfluss. Dazu gehören etwa LUSH, CURVE, CHAPTERHOUSE, SLOWDIVE, aber auch MY BLOODY VALENTINE und THE JESUS AND MARY CHAIN. Seine Analyse wird mit Interviews mit Musikern, Labelchefs, wie beispielsweise Alan McGee von Creation Records, und Musikjournalisten flankiert. Er skizziert im Rahmen der Buchreihe „Genre. A 33 1/3 Series“ detailliert die Odyssee diese Genres, das fast zum Mainstream mutierte, seine Wurzeln aber sich auch bei THE VELVET UNDERGROUND hatte und das in der aktuellen Musiklandschaft etwas an Bedeutung verlor und durch Begrifflichkeiten wie Dreampop verwässert wird.

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