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SNAPPED ANKLES

Hard Times Furious Dancing

Wenn alles schiefgeht, geht immer noch Tanzen. So viel Hedonismus erlaubt man sich und das ist ja manchmal nicht schlecht. Hektisch-fiebriger Electro-Punk trifft es eventuell am besten, was SNAPPING ANKLES (ist das ein Physiotherapeut:innen-Witz?) auf ihrem fünften Album präsentieren. Vom Punk kommt die wütende Grundstimmung der Londoner Band, mit herkömmlichen Punkrock-Strukturen ist hier aber nicht zu rechnen. Eher schwankt alles und ist wild von Breaks durchsetzt. Gerade Rhythmen gibt es hier nicht, viele erinnern eher an Drum’n’Bass oder Ähnliches. Das ist ziemlich gut so, denn damit verbreitet dieses Album insgesamt eine schöne Nervosität, da die Hörerschaft nicht genau weiß, was als Nächstes kommt. Die Texte werden eher gesprochen als gesungen, und das insgesamt ziemlich angepisst. Immer wieder bauen sich musikalische Wellen von Spannung auf, die sich nach einer Weile in tanzbaren Parts brechen – zu denen das potenzielle Publikum dann den Massenhüpf proben kann. Ganz klar einzuordnen ist „Hard Times Furious Dancing“ also nicht – und bleibt trotzdem sehr tanzbar. Wenn Paul Hardcastle mit Mark E. Smith, den SLEAFORD MODS und der ASIAN DUB FOUNDATION in einem verlassenen Cottage einen Rave abziehen würden, dann würde das wahrscheinlich so klingen. Schon geil.

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