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SPECIES

Changelings

Der kreischende Tech-Thrash, orientiert an CORONER und VEKTOR und nicht zuletzt inspiriert von den guten alten VOIVOD, der das Debüt „To Find Deliverance“ (2022) dominierte, wird hier großflächig verdrängt. Das ist mehr als eine geringe Kursanpassung durch die drei Warschauer Hawaiihemdträger SPECIES, auch wenn SciFi-Thrash immer noch als Basis gelten darf und beim Opener „Inspirit creation“ noch so einiges im gewohnten Rahmen verbleibt. Bald beginnt das Trio, die Signaturen mit beeindruckender Leichtigkeit und verblüffender Häufigkeit zu wechseln. Zunächst entgeht den Hörenden dabei womöglich, falls sie längst nicht mehr benennen können, in welchem Genre wir uns zum jeweiligen Zeitpunkt aufhalten. Ob SPECIES gerade in Blickrichtung RUSH, IRON MAIDEN oder DEATH agieren – wichtig ist das freilich nicht. „Changelings“ verweilt dort, ganz seinem Namen entsprechend, ohnehin nicht. In keinem der sieben Songs (40 Minuten) entgleitet der Band irgendwas, und es muss zugegeben werden, dass hier jedes Konzept letztendlich aufgeht. Schlüssig benennen könnte man anschließend jedoch auch kein einziges davon. Frontmann Piotr Drobina wechselt die Persona am Mikrofon nicht so häufig, außer etwa in „Waves of time“, unterlegt die Tracks aber stets mit lebhaften Basslines von Prog über Funk bis NWoBHM. „Changelings“ ist klar und transparent produziert, es genügt schon, diese Vielschichtigkeit zu betrachten.

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