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SPUR DER GEWALT

Zu den besten Werken in der Filmografie von Peter Hyams gehört sein im Reich der Verschwörungstheorien angesiedelter „Unternehmen Capricorn“ von 1977, der die erste bemannte Mondlandung im Jahr 1969 als Schwindel entlarvt. 1981 drehte er mit „Outland“ „Zwölf Uhr mittags“ im Weltraum und verhob sich 1984 an einer ziemlich schwachen Fortsetzung von Stanley Kubricks „2001: Odyssee im Weltraum“. „Spur der Gewalt“ („Busting“, also „Verbrechensbekämpfung“) war Hyams’ Debüt als Regisseur und die Vorlage für die Buddy-Cop-Serie „Starsky & Hutch“, der hierzulande auch auf Video erschien, aber danach in der Versenkung verschwand. Auf DVD und Blu-ray wurde der Film jetzt das erste Mal veröffentlicht. Ähnlich wie bei William Friedkins „Cruising“ einige Jahre später wurde schon bei „Spur der Gewalt“ die Darstellung schwuler Charaktere kritisiert und dem Film Homophobie unterstellt, auch wegen der Art und Weise, wie sich die Hauptfiguren, die beiden desillusionierten Polizisten Michael Keneely (Elliott Gould mit Riesenschnäuzer wie in „M*A*S*H“) und Patrick Farrel (Robert Blake, der Mystery Man aus Lynchs „Lost Highway“), die in Los Angeles für das Sittendezernat arbeiten, darüber äußern. Keneely und Farrell sind äußerst zwiespältige Charaktere, die bei der Zerschlagung von Prostitutions- und Drogenringen ständig durch einen Verbrecherboss mit Kontakten zur Polizei ausgebremst werden und schließlich strafversetzt Schwulenbars und öffentlichen Toiletten überwachen müssen, während sie weiter versuchen, dem einflussreichen Gangster das Handwerk zu legen. Das große Manko von „Spur der Gewalt“ ist, dass er bei seiner chaotischen, aber nicht dummen Mischung aus vulgärer Komödie, ernsthaftem Drama und brutaler Action nie den richtigen Ton trifft, aber wohl gerade deswegen aus der Masse zeitgenössischer Polizeifilme hervorsticht.

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