
Ab Riff Numero eins geht’s bei STAINLESS in der Rock’n’Roll Zeitmaschine ab und zwar geradewegs zurück in die 1980er, das goldene Jahrzehnt des Heavy Rock. Wüsste man nicht, dass es sich um eine relativ neue Band aus Portland handelt, könnte man „Nocturnal Racer“ für ein verschollenes Stück Musik halten, das ein findiges Label, in diesem Fall High Roller, ausgebuddelt und wiederveröffentlicht hat. Es gibt astreine NWoBHM ins Amerikanische übersetzt, hier und da ballert die Doublebass rein und drückt ein bisschen auf die Tube, dazu kommt der knallharte Gesang von Frontfrau Larissa Cavacece, die nicht nur stimmlich an Wendy O’Williams erinnert, sondern ihre Karriere auch in einer PLASMATICS-Coverband startete. Leider ist nach sechs Songs, bei denen „Snakebite“ und „Too hot to steal“ von der Debütsingle stammen, Feierabend. Bleibt zu hoffen, dass da schnell was nachgelegt wird. Müßig zu erwähnen, dass hier nicht nur der Sound stimmt, auch das Cover sowie alle Bandmitglieder sind optisch direkt aus dem „Headbanger’s Ball“ in die 2020er gebeamt worden.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #179 April/Mai 2025 und Joni de Groot