
Vor gar nicht langer Zeit hatte sich Stefanie Schrank mit ihrem „Schlachtrufe BRD“-Release auf charmante Weise mit Punk in den 1990ern auseinandergesetzt. Dass Punkrock jetzt nicht gerade den Kern ihres musikalischen Schaffens ausmacht, war spätestens dort zu hören. Mit „Forma“ wird dieser Weg fortgesetzt, wieder stehen weite, tiefenentspannte Synthieflächen im Vordergrund, die fast schwerelos durch die Boxen gleiten. Dadurch entsteht eine angenehm entrückte Atmosphäre, die denjenigen, die auf Krautrock-artige Sounds stehen, sicher sehr gut gefallen dürfte. Gewisse Assoziationen zu alten SciFi-Soundtracks und den Klängen, die Meditations- und Wellness-Videos mit sich bringen, ploppen hier ebenfalls auf. Sphärisch legen sich Synthies und der angenehm monotone Gesang übereinander, so dass alles klingt, als wäre „Forma“ nicht nur ein wunderschöner, viele Deutungen offen lassender Name für ein (ent-)spannendes Album, sondern auch einer für ein Geborgenheit spendendes Raumschiff, das sich in den Weiten des Alls zu neuen Welten aufmacht.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #183 Dezember 2025/Januar 2026 2025 und Gary Flanell
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #175 August/September 2024 und Gary Flanell