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SUGAR HORSE

The Grand Scheme Of Things

Wenn man die Phrase „im Großen und Ganzen“ mal wörtlich nimmt, dann steht man unversehens bei SUGAR HORSE vor der Tür, denn „The Grand Scheme Of Things“ denkt groß und ganzheitlich. Der Albumtitel gibt preis, dass alles mit allem in Beziehung steht, dass unser Dasein einem allumfassenden Organisationsschema unterliegt und innerhalb dessen alles aufeinander bezogen ist. Für diesen großspurigen Albumtitel, der auf Erleuchtung hindeutet, sind die Lyrics seltsam leer. Es stört nicht so sehr die fehlende Konkretheit, sondern eher die handwerkliche Unbedeutsamkeit. Musikalisch legt sich das Quartett in dieser Stunde, deren letztes Drittel an ein Drone-Outro entfällt, auch nicht vollumfänglich fest. Es ist Metal, versetzt mit Sludge und Hardcore. Wenn SUGAR HORSE nicht überfallartig in Richtung Metal abbiegen, dann fallen groß angelegte Indierock-Einflüsse auf, THE BESNARD LAKES etwa. Pathos, Klangfarbe der Stimme und die Art, wie Ruhe und Lautstärke miteinander verwoben sind, lässt einen meinen, dass SUGAR HORSE das Lied „The funeral“ von BAND OF HORSES in den Metal-Kontext überführen wollen. Es ist möglich, dass die Band aus Bristol, UK diesen irren Versatzstück-Metal-Stil noch synchron schalten kann, phasenweise gelingt das bereits. Auf Albumlänge ist es nun zum zweiten Mal nicht gelungen.

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