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KRYNG

Sweet Vibration

Mit „Sweet Vibration“ legen die niederländischen Garage-Pop-Wunderknaben THE KRYNG ihr achtes Album vor (das zweite für Soundflat), und zeigen erneut, warum sie zu den besten Sixties-affinen DIY-Bands Europas zählen. Schon mit dem krawalligen „Ain’t no dancer“ gibt das Trio um Mark ten Hoor (ex-NO GOODS), Arjan Spies (THE KIK, MARK & THE SPIES) und Peter Kroes einen überraschend kräftigen Opener zum Besten, und was darauf folgt, bringt auch wieder alles zusammen, was das Herz zwischen Beat, Powerpop und Garage begehrt. Zwölf selbstgeschriebene Nummern in einer knappen halben Stunde, kurz, catchy, charmant – wie eine Essenz aus frühen WHO und den Q65, gewürzt mit der melancholischen Melodieseligkeit der HOLLIES. Ein Album mit fein ziselierten Harmonien, die tief in den 1960ern wurzeln. Trotz Retro-Sound klingt alles frisch, vital und unverbraucht – aufgenommen mit Analogwärme, aber ohne Vintage-Patina (in Spies’ Studio Teepdek, das sich als würdiger Nachfolger zum Toe Rag-Studio etabliert). Schade nur, dass das in zwei Teile aufgesplittete Titelstück „Sweet vibration“ nur knapp eine Minute dauert; mit leichter Tendenz in Richtung Krautrock/Psych weicht die Nummer vom bewährten KRYNG-Sound ab, es deutet sich hier eine interessante Facette der Band an, die bislang zu kurz kam. Wäre schön, wenn künftig noch mehr in dem Stil käme. Bleibt zusammenzufassend zu sagen, dass die KRYNG neben ihren Kollegen KIK, THE HECK oder auch den KEEFMEN zusammen beweisen, dass die niederländische Garage-Szene derzeit vor Kreativität nur so brummt.

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