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LOS PEPES

The Happiness Program

Mit den HEARTBREAKERS im Herzen und dem selbstsicheren Gang der UNDERTONES liegt das Rock’n’Roll-Traumschiff der LOS PEPES an der Themse vor Anker, ist schwer beladen mit „Anecdotes“ und deinem neuen liebsten Gitarrensolo. Über die Distanz von fünf Alben haben sie bereits einige riffschwangere Neo-77er-Duftmarken hinterlassen – und es ist festzuhalten, dass „The Happiness Program“ die wohl stärkste Ansammlung eben dieser bietet. LOS PEPES sind mittlerweile Hooks auf acht Beinen, hochinfektiös in ihren griffigen Melodien sowie deren energetischer Präsentation. Zwölf Songs, allesamt Eigenkreationen, schmücken diese Scheibe, darunter ist nicht nur kein einziger Ausfall, sondern es wird noch nicht einmal für einen winzigen Augenblick Mittelmaß aufgetischt, kein Lückenfüller untergejubelt. Hits, Hits, Hits, deren Überfülle einen beinahe misstrauisch werden lässt. Die Songarchitektur hat noch ein paar Punkte auf der Raffinesse-Skala eingeholt, trumpft mit mit einfingerigen Piano-Zwischenspielen, Saxofon-, Harmonika- und Lap-Steel-Gitarrenbegleitung auf und schlägt einen perfekten Bogen von der eher poppigeren Ausrichtung ihres ersten Albums zu der härteren, prahlerischen Rock’n’Roll-Bonanza ihrer letzten beiden. Damit sind LOS PEPES weder Plagiat noch einfallsarme Doublette – ein dermaßen scharfes, unbeirrtes, aber ebenso gewandt-gelenkiges Songwriting kann man nicht von der Stange kaufen.