THE MONKEY

Es ist noch gar nicht so lange her, dass „Longlegs“, der letzte Film von Regisseur Osgood Perkins, Sohn von „Psycho“-Darsteller Anthony Perkins und Berry Berenson (seine Mutter war an Bord der Maschine, die bei den Terroranschlägen am 11. September 2001 als erstes ins World Trade Center flog), auf DVD und Blu-ray erschien. Und so folgte jetzt bereits die Auswertung seines aktuellen Films „The Monkey“ auf DVD und Blu-ray, eine Adaption der Kurzgeschichte „Der Affe“ von Stephen King, die 1980 entstand, als das Schaffen des „King of Horror“ in seiner fruchtbarsten Phase war. In „Der Affe“, offenbar inspiriert von William Wymark Jacobs’ oft adaptierter Geschichte „Die Affenpfote“, geht es um einen verfluchten Spielzeugaffen, von dem zwei Brüder in ihrer Kindheit heimgesucht werden und der ihnen Jahrzehnte später auf unerklärliche Weise als Erwachsene wieder begegnet, obwohl man ihn in einem Brunnen versenkt hatte. Jedes Mal, wenn der mechanische Affe die Becken, die er in den Händen hält, zusammenschlägt, sind Tod und Unglück die Folge, was die Leser:innen in Rückblenden erfahren. Schon in seinen vorherigen Filmen „Longlegs“ und „Gretel & Hänsel“ zeigte sich Perkins’ Hang zu einem exzentrischen und visuell raffinierten Inszenierungsstil, und so ist schon alleine sein bösartiger, die Zähne fletschender Spielzeugaffe ein echter Hingucker, der im Film allerdings mit einer Trommel für reichlich Todesfälle sorgt. Während Kings Geschichte deutlich ernsthafter angelegt war, hat Perkins sichtlich Spaß daran, den Horror seiner Adaption mit reichlich makaberen Einfällen, viel schwarzem Humor und herrlich skurrilen Todesszenen (die „Final Destination“-Reihe lässt schon grüßen) zu versehen. Der trostlosen Einfallslosigkeit der meisten aktuellen Horror-Produktionen setzt Perkins eine begrüßenswerte Weirdness und Abseitigkeit entgegen.

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