
Ein ungewöhnliches Album. Bei dem Vorgän^ger hatte man es mit deftigem Psychedelic-Rock zu tun, originell und von THE SUN OR THE MOON mit viel Spielfreude zelebriert. Erwartet man auf „Into The Light“ genau dieses Setting, wird man enttäuscht. Der Opener schiebt den Hörer in Richtung Spacerock, mit elektronischen Spielereien, ein bisschen gebastelten Sounds und Ansätzen von Psychedelic Rock mit seltsamen, sphärische Klanglandschaften. Aber auch dies wird nur ansatzweise ausgeführt, denn es kommen neue symphonische Elemente hinzu, die in komplexe Kompositionen hineinlaufen, riffige und an langen Melodiebögen orientierte Gitarren und tackerne, elektronische Klangmuster. Dies fügt sich zu einem dem Progressive und Artrock nahestehenden Sound. Und mit den eigenen Assoziationen landet man dann irgendwo im Spannungsfeld zwischen KING CRIMSON, den frühen PINK FLOYD, Peter Gabriels Soundexperimenten und einer aktuellen Version von ART OF NOISE. Seltsame Kombination? Nein, nur sehr originell, abwechslungsreich und unterhaltsam.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #179 April/Mai 2025 und Thomas Neumann