
Mit großem Neid schauen die Menschen seit jeher auf die gefiederten Lebewesen, denen (zumeist) mit Leichtigkeit gelingt, was ihnen versagt ist: das Fliegen. Jahrtausende hat es gedauert, bis die Menschheit Maschinen entwickelte, mit denen sie diese Fähigkeit erlangte. Um so wichtiger ist ein Blick auf diese besonderen und vielfältigen Lebewesen. Hans J. Wulff leitet ein mit dem Beitrag „Vom Wesen und vom Mythos der Vögel“. Besonders die farbenfrohen Papageien üben eine große Anziehungskraft auf uns Menschen aus. Kein Wunder also, dass sie gerne privat gehalten oder in Zoos bestaunt werden. Ernst Günther und Werner Lantermann befassen sich mit der „Ethik der Papageienhaltung im Spannungsfeld zwischen Tier- und Artenschutz“. Im dritten Beitrag beschreibt Anna-Vanadis Faix die „Doppelmoral“ des Brieftaubensports und die damit verbundenen Tierschutzprobleme der Brieftaubenzucht. Sie ruft dazu auf, das Brieftaubenwesen von der Liste des Immateriellen Kulturerbes zu streichen. Carsten Fluck und Horst Zillmann befassen sich sodann mit dem Thema „Organoide, Versuchstiere und die Frage nach dem moralischen Status“. Schließlich steuert der Experte für angewandte Ethik Johann S. Ach den spannenden Artikel „Habakuk Tibatong, John Dolittle, Maschinelles Lernen: Mit Tieren sprechen?“ bei. Mit Tieren zu reden, könnte tiefgreifende Änderungen des Mensch-Tier-Verhältnisses mit sich bringen und Auswirkungen auf den moralischen Status von Tieren haben. Der Band endet mit Buchbesprechungen unter anderem zu Petra Gehrings „Biegsame Expertise. Geschichte der Bioethik in Deutschland“.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #184 Februar/März 2026 und Jens Schäfer