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TORPEDO MAYER

Die Schönheit des Scheiterns

Sie kommen aus dem Dunstkreis des Clubs Sojus 7 in Monheim am Rhein (für Unwissende: liegt zwischen Köln und Düsseldorf), in dem schon Größen wie TURBONEGRO, HOT WATER MUSIC und, nun ja, Helge Schneider auf der Bühne standen und die YETI GIRLS gegründet wurden. Zudem gehören sie zum erweiterten Team der alljährlichen Butterfahrt nach Helgoland. Insofern ist es erwartbar, dass die vier Musiker von TORPEDO MAYER um Frontmann Siggi Sander nichts Halbgares auf die Menschheit loslassen, wenn sie ins Studio gehen und ihr Debütalbum aufnehmen. Dass aber ein derartiges Meisterwerk des – ja, was eigentlich? – Schrammel-, Garage-, 77er-Pop-Punk dabei herausspringen würde, setzt dem ganzen herrlichen Gedöns dann doch die Krone auf. „Seemannsköpper vom Siebenhalber“, die Ode „Harrington“ an gleichnamige Übergangs- und Allzweckjacke der Casual- und Punkrock-Szene, „Alleine im Strandbad“ oder „Ich komm nicht in den Klub“ sind Ohrwürmer mit klug-humorvollen Texten, die DIE ÄRZTE heute gerne noch schreiben würden, aber nicht mehr hinbekommen, und die TORPEDO MAYER mit ihren zwölf Songs zu einer der charmantesten Bands des Genres machen. Jüngst waren sie gar in Argentinien unterwegs und gewannen auch dort neue Fans. Well deserved! Mehr davon!

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