Foto

UGLY SOUNDS

Never Say I’m Doomed ...

Eine selbstverlegte Single auf Gravedigger’s Records hat das italienische Garage-Rock-Trio bereits veröffentlicht, beinahe sechs Jahre später kommt nun auf Groovie der erste Longplayer mit minimalistischem, krawalligem Sixties-Punk. Selbstverständlich werden hier ausschließlich Vox-Saiteninstrumente verwendet und das Trio setzt auch ansonsten auf eine hochwertige Vintage-Backline. Der Sound, den Alessandro Ladu (dr), Paolo Bonino (gt, voc) und Fabrizio Flori am Bass auf die 1960er-Fangemeinde loslassen, ist hörbar von 1980er-Jahre-Garage-Trashern wie etwa THE GRAVEDIGGER V oder MORLOCKS beeinflusst. So primitiv wie möglich soll alles klingen, und das gelingt dem Trio bestens. Das Album rattert Schlag auf Schlag durch, der Druck wird niemals zurückgenommen, die UGLY SOUNDS machen ihrem Namen alle Ehre. In den 1990ern wären sie womöglich gut bei Estrus Records aufgehoben gewesen. Unterm Strich kein wirklich herausragendes Album, songschreiberisch unterkomplex, spielerisch wild, aber aufs Nötigste begrenzt. Und genau darum macht es einfach einen Riesenspaß.

Anzeige