
Eine ganze Zeit lang war es verdächtig ruhig ums UNORDNUNGSAMT aus Würzburg. Die einzige Behörde, die richtig Spaß macht. Das gelungene Debütalbum „Verwüstungsakt“ ist schon zwei Jahre alt. Aber jetzt kommt Bewegung in die Sache. Mit „Anti Anti Ufftata“ gibt es einen Nachfolger. Ein Album mit acht Songs und vielen Körperhaaren im Artwork. Die radikale Anti-These zur rasierten Insta-Jugend. UNORDNUNGSAMT sind die fränkische Antwort auf GOGOL BORDELLO. Wilde, anarchische Musik, die mit beiden Füßen im Punk steht, am Klezmer knapp vorbeischrammt und stets mit Banjo, Klarinette, Bratsche oder Akkordeon über die Bühne fegt. Dazu rebellische Texte über Umverteilung zwischen Arm und Reich, Selbstbefriedigung, Kriegstreiber, Ordnungsfanatiker, Moral und andere Grausamkeiten. Viel Attitüde, viel Lebenslust, alles strictly DIY. „Wir haben keinen Bock auf Law & Order, schnöde Regeln, klare Grenzen, auf Bürokratie und Bühnen voller Pimmel“, schreibt das UNORDNUNGSAMT in seiner Info. Live macht diese sechsköpfige Band einen Heidenspaß. Funktioniert auch ohne Steckdose. Musik aus Würzburg zwischen Punk, Folk, Ska, Pop, Balkan-Beats, Tango und Protest. Produziert hat das Album Michel Schulze. Im Sommer auf den Festivalbühnen in deiner Nähe. Dort bringen sie Unordnung auch in dein Leben.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #185 April/Mai 2026 und Wolfram Hanke
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #167 April/Mai 2023 und Wolfram Hanke