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VON MISES

Coda

Es gehört zum schweren Los eines jeden Musiker:innenlebens, dass da immer welche sind, die es besser können. Meistens setzt die Selbsterkenntnis früh ein. Spätestens die hochnäsigen Musikschreiber:innen lassen es die ganze Welt wissen – nachdem eine Band die kreative Arbeit, den beschwerlichen Aufnahmeprozess und die Veröffentlichung zu Wege gebracht hat. Im Falle von VON MISES und dem konventionellen und ernsten Post-Rock, den es auf „Coda“ zu hören gibt, ziehen die üblichen gigantomanischen Bandnamen bereits am inneren Auge vorbei. Ich möchte verkünden, dass es der Musik beschreibenden Zunft genauso geht. Immer war da bereits jemand, der so treffsicher über ein musikalisches Produkt geschrieben hat, wie man es selbst nie könnte. „Coda“ ist angenehm schwelgerisch und maßvoll euphorisch. Die Musik ist hintergründig, aber ausreichend markant, um aufrichtig und ausgiebig angehört zu werden. Die feingeistig-gestelzte Adjektiv-Kombination „ästhetisch-behaglich“ habe ich extra dafür erfunden. Aber mit einer derart professionellen und analytischen Rezension wie bierschinken.net zum VON MISES-Debütalbum „Ages“ kann ich nicht dienen. Deshalb bleibt es mir nur übrig, mich innerlich davor zu verbeugen und ein Textfragment daraus demütig zu zitieren: „Zu der Musik betrinken kann mensch sich bestimmt eigentlich auch gut [...].“

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