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WORM

Necropalace

Die in Florida beheimateten WORM haben 2021 mit „Foreverglade“ ein großartiges Death-Doom-Album abgeliefert und entsprechend hoch war die Erwartungshaltung gegenüber ihrem aktuellen Werk „Necropalace“. Aber schon das gemalte Albumcover mit einem Vampir, der auf einem Thron sitzt und sich einem fliegenden Drachen gegenübersieht, stimmt nachdenklich. Und wie zu befürchten haben WORM eine deutliche Kurskorrektur vorgenommen und spielen jetzt irgendwas zwischen symphonischem Black Metal und 1990s Gothic Rock. Der ursprüngliche Death-Doom ist nicht verschwunden, aber deutlich in den Hintergrund getreten. Dafür dominieren jetzt ausgefeilte theatralische Melodien und sie solieren sich die Fingerkuppen wund, während sie sich durch die mindestens siebenminütigen Tracks winden. Man muss nicht zwischen den Zeilen lesen, um zu verstehen, dass „Necropalace“ eine zwiespältige Angelegenheit geworden ist. Auf der einen Seite die Belanglosigkeit der orchestralen Einsprengsel, auf der anderen Seite aber auch immer wieder sehr gut gemachte Gitarrenparts, die dann doch heavy und rhythmisch ausgeklügelt sind. Wer eine entschärfte Version der irren Japaner SIGH sucht, liegt mit WORM sicher nicht falsch, wer eine Fortsetzung des Death-Doom-Sumpfes erwartet hat, wird leider enttäuscht.

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