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YAKUZA

Paul Schrader ist vor allem als Drehbuchautor einiger Filme von Martin Scorsese bekannt, allen voran „Taxi Driver“ und „Wie ein wilder Stier“, dabei geraten seine hervorragenden eigenen Regiearbeiten wie „Blue Collar“, „Patty Hearst“ oder „Mishima“ immer etwas ins Hintertreffen. „Mishima“ (über den kontroversen japanischen Schriftsteller Yukio Mishima) entstand 1985 in Zusammenarbeit mit seinem Bruder Leonard, der Ende der 1960er, Anfang der 1970er einige Jahre in Japan lebte. Dort machte er im Nachtleben Erfahrungen mit einer der dominierenden Yakuza-Gangsterorganisationen, während er tagsüber amerikanische Literatur lehrte. Diese Erfahrungen floßen dann auch in das Drehbuch für Sydney Pollacks „Yakuza“ ein, das er zusammen mit seinem Bruder schrieb und dem Robert Towne („Chinatown“) den letzten Schliff gab. Lange vor Ridley Scotts „Black Rain“ schuf Pollack, Regisseur von „Jeremiah Johnson“ und „Die drei Tage des Condor“, einen eigenwilligen und zwiespältigen Thriller, der das Aufeinandertreffen der japanischen und der US-amerikanischen Kultur thematisiert, in Gestalt von Robert Mitchum und Ken Takakura (der dann auch in „Black Rain“ mitspielte). Mitchum verkörpert darin den Privatdetektiv Harry Kilmer, der einem alten, in illegale Geschäfte mit Yakuza-Gangstern verwickelten Freund aus der Militärzeit in Tokio bei seinen Problemen helfen soll. Neben den an Peckinpah erinnernden, mitreißenden und ruppigen Actionszenen, bei denen Schwerter und Feuerwaffen gleichberechtigt zum Einsatz kommen, ist „Yakuza“ auch ein sehr sentimentaler, von großer Tragik geprägter Film über komplexe und kulturell verfahrene zwischenmenschliche Beziehungen. Pollacks von vielen Kritikern unterschätzter Film erschien jetzt das erste Mal auf Blu-ray in einer Mediabook-Edition, das Bonusmaterial war aber schon auf der alten DVD enthalten.

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