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ZEGOTA

The Demos

Immer wieder spannend, wie manchmal irgendwo Bands auftauchen und ich mich frage: Warum sind die eigentlich nicht zu ihrer Blütezeit bekannter geworden? Gründe gibt es immer viele, sicher auch bei ZEGOTA, die trotz ihres polnischen Namens aus Greensboro, North Carolina stammen. Rein geografisch kein weltweit bekannter Punk/Hardcore-Hotspot, aber oft sind es ja die vermeintlich kleinen Orte, in denen sich wunderbare Projekte entwickeln. ZEGOTA wurden 1997 gegründet und bestanden im Kern aus den Brüdern Jon and Will Ridenour. Die nun vorliegenden Demos – ebenfalls von 1997 – zeigen eine Band, die einen wirklich mitreißende und einfallsreiche Hardcore-Variante spielt, und zwar derart, dass sie sich entweder gut machen würde im Soundtrack zu einem Tony-Hawk-Konsolenspiel oder während eines langen Sommers die ganze Zeit beim Skaten aus der Boombox ballern könnte. Hier ein bisschen SUICIDAL TENDENCIES ohne Metal, RKL, B’LAST, ULTRAMAN, all das alte Skatecore-Zeug, das schon komplexere Songstrukturen zuließ und trotzdem genug Dampf hatte. Teilweise werden ZEGOTA zuweilen etwas frickelig in diesen wirklich sehr gut produzierten Songs, die bleiben jedoch immer angenehm kurz. Manchmal wird es auch so rhythmisch wie bei FUGAZI und ja, es gibt den einen oder anderen gewollten Verweis auf deren „Waiting Room“. Hier steckt also viel drin. Wer seinen Hardcore-Punk quirlig und abwechslungsreich mag, dazu einen Scheiß darauf gibt, ob das jetzt eine brandaktuelle LP oder schon 30 Jahre alt ist, für den/die sollten die Demos von ZEGOTA das Richtige sein.

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