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Interviews & Artikel

COMEBACK KID

All in a year

Die Kanadier COMEBACK KID haben 2004 von ihrem Debütalbum „Turn It Around“ (Facedown) mehr als hunderttausend Stück verkauft. Nicht schlecht für einen Hardcore-Newcomer, wenn man bedenkt, dass dies fast ohne Werbeaufwand, nur durch unzählige Live-Shows erfolgte. Mit „Wake The Dead“, dem aktuellen Longplayer auf Victory, geht der Wahnsinn weiter. Die Band ist erfolgreicher denn je und Ende 2005, genau zwölf Monate nach dem letzten Besuch, wieder in Deutschland zu Gast. Und innerhalb eines Jahres kann eine Menge passieren, wie Gitarrist Andrew Neufeld zu berichten weiß.

Ihr seid jetzt bereits das dritte Mal in Europa. In wie weit ist das Touren bereits Business geworden?


Das Touren an sich ist in dem Sinne noch kein „business as usual“ geworden, aber unsere momentane Beschäftigung hat eben mit Touren zu tun, ja. Wir versuchen, unterwegs stets viel Spaß zu haben, treffen viele Freunde. Auf der anderen Seite bedeutet es auch eine Menge Arbeit, wie Vorabplanungen zu machen oder Tourpläne zu erstellen. Wir sind mittlerweile das ganze Jahr unterwegs und versuchen, jeden Abend das Beste zu geben. Nur die Musik zählt. Das ist im Moment unser Leben.

Was hat sich, außer der diesmal größeren Venues, sonst noch geändert?

Neben dem bereits im Februar via Victory erschienen Album „Wake The Dead“, haben wir mit Kevin Call endlich eine feste Besetzung am Bass. Jetzt sind wir endlich komplett und müssen uns nicht ständig irgendwo einen fünften Mann ausleihen. Klar, die Shows sind diesmal alle etwas größer, bisher kamen immer auch genug Kids. Und mit BANE und den japanischen FC 5 haben wir nicht nur gute Freunde, sondern auch erstklassige Bands mit dabei.

Du meintest letztens, dass die Nordamerika-Tour zusammen mit TERROR und MODERN LIFE IS WAR eines deiner bisher besten Erlebnisse war. Warum?

Es ist einfach ein Riesenglück, wenn man mit solch großartigen HC-Bands auf Tour gehen darf. Wir haben über die Jahre mit vielen Bands gespielt, die ich einfach auch selber sehr gerne höre. Daraus entstanden immer wieder Freundschaften, die ohne die Band und die HC/Punk-Szene nicht möglich gewesen wären. Daran ist COMEBACK KID selbst stetig gewachsen. Zum Ende von besagter Tour bin ich bei MODERN LIFE IS WAR eingesprungen, da deren Gitarrist sich um einen familiären Notfall kümmern musste. Das war eine große Ehre für mich.

Vorher wart ihr in den USA mit RISE AGAINST unterwegs. Wo siehst du da Unterschiede?

Das war eine komplett andere Geschichte. Mit RISE AGAINST spielten wir jeden Abend vor 1.000 bis 1.500 Leuten, von denen die Hälfte uns wahrscheinlich vorher nicht kannte. Wir hatten demnach die Möglichkeit, vor einem relativ neuen Publikum zu spielen und sie – hoffentlich – von unserer Musik zu überzeugen.

Habt ihr schon mal über den Wechsel zu einem Major nachgedacht?

Unser Vertrag bei Victory umfasst mehrere Alben, wir sind also erst einmal gebunden, falls nicht etwas absolut Außergewöhnliches passiert. Ich glaube zudem, dass viele Majors nicht wüssten, wie sie mit uns umzugehen hätten. Die meisten haben keine Ahnung von der Untergrundszene und haben keine Absicht, sie zu verstehen. Ich kenne einige Bands, die zu Majors gewechselt sind. Manchen geht es gut, manchen nicht. Das hängt ganz von der jeweiligen Situation ab. Viele der größeren Punk-, Hardcore- und Metal-Labels sind mittlerweile irgendwie mit einem Major verbunden. Die unangenehmen Angelegenheiten bleiben leider dieselben, egal auf welchem Label du auch bist.

Wie wäre es, euer erstes Demo noch mal als 7“ herauszubringen?

Es gibt dafür eigentlich keinen Anlass, da die Songs des Demos auf dem ersten Album „Turn It Around“ erschienen sind. Lieber würde ich ein paar neue Sachen oder auch Coversongs aufnehmen. Sobald wir aus Europa zurückkommen, werden wir uns das neue Album vornehmen. Ziel ist, immer Sommer ins Studio zu gehen.

Einer eurer Songs wurde auch für ein Computerspiel verwendet. Wie kam es dazu?

Der Song „Wake the dead“ erscheint auf dem Konsolenspiel NHL 2006. Wir selber hatten damit eigentlich nichts zu tun, sind aber irgendwie schon happy, dass es so gekommen ist. Das Spiel muss ja jetzt ein Klassiker werden, oder?

Über eure Website habt ihr vor nicht all zu langer Zeit den Verlust einer guten Freundin bekannt gegeben. Inwieweit hat das die Band und euer Leben beeinflusst?

Kurz vor der Tour mit TERROR und MLIW verstarb Brandie Bailey bei einem Verkehrsunfall. Sie ist die Schwester von Jason, dem Bassisten meiner zweiten Band FIGURE FOUR. Das Ganze war sehr tragisch, sie war gerade mal 21 Jahre alt. Es machte uns deutlich, wie vergänglich das Leben mitunter sein kann. Es ist immer noch komisch, dass sie nicht mehr da ist. Sie war ein guter Freund und einzigartiger Mensch.

Andrew, vielen Dank für das Gespräch.

Ich habe zu danken. Euren Support werden wir niemals als selbstverständlich betrachten!

Bodo Unbroken

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© by Ox-Fanzine / Ausgabe #64 (Februar/März 2006)

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