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Interviews & Artikel

SHOCKER

What's "the shocker", you say?

Beim Namen Jennifer Finch wird es bei den meisten Leuten klingeln, und richtig, die Frau war lange Zeit Bassistin bei den großartigen L7. Ob es die überhaupt noch gibt, weiß ich gar nicht so recht. Auf jeden Fall gibt es aber seit Anfang des Jahres "Up Your Ass Tray", das Debütalbum von THE SHOCKER. Mit ihrer Show im Sonic Ballroom haben die Fünf mir dann noch in einer knappen Stunde klar gemacht, wo der Hammer hängt, beziehungsweise wie gut die Songs auf "Up Your Ass Tray" auch live funktionieren. Schade, dass so wenig Menschen zugegen waren, aber ich denke, jeder, der die Band erlebt hat, wird beim nächsten Mal eine Handvoll Freunde mitbringen. Punkrock kann ja so einfach sein ...Vor ihrer Show in Köln hatte ich die Gelegenheit, mich mit der Band zu unterhalten. Neben der Tatsache, dass Frau Finch auch eine gute Astrologin abgeben würde, sei hier noch kurz erwähnt, dass die fünf Musikerinnen und Musiker der Einfachheit halber als eine Person aufgeführt werden.


THE SHOCKER gibt es seit 2002, richtig?


Nicht so wirklich ernsthaft, wie es seit 2004 der Fall ist.

Was denkst du, wie viele Alben müsst ihr circa raushauen, bis die Leute über das L7-Ding hinweg sind?

Oh mein Gott, wahrscheinlich um die tausend. Aber es ist nun mal so wie es ist, und wenn es für die Sache arbeitet, ist es auch okay so. In Amerika sagen wir "Whatever is clever".

Euer Album klingt, ganz im positiven Sinn, eher unbemüht. Denkt ihr, dass es im Punkrock inzwischen zu viele gute Musiker gibt?

Ich denke schon, dass die Musik, die man auf unserem Album hört, "tight" klingt. Aber wir haben uns auch erlaubt, die Stücke natürlich klingen zu lassen. Und um das tun zu können, muss man schon irgendwie ein guter Musiker sein.

Wie lange haben die Aufnahmen denn gedauert?

Zwei Jahre, wir haben halt alles selber gemacht. Ich bin zwar ein finanzielles Genie, aber trotzdem mussten wir die Aufnahmen immer wieder unterbrechen, weil kein Geld mehr vorhanden war. Da wir das Album aber unbedingt machen wollten, haben wir solange gespart, bis wieder genug Kohle da war, und sind so insgesamt viermal im Studio gewesen. Adam, inzwischen unser Gitarrist, war als Tontechniker tätig und hat die Sache gemischt. Als er gegen Ende der Aufnahmen dann zur Band gehörte, gab es auch noch etwas Studiozeit für lau.

Man hört, dass ihr von einer Menge altem Westküsten-Hardcore beeinflusst seid, doch was haltet ihr von progressiven Bands wie MARS VOLTA und ähnlichen?

Es gibt da schon Sachen, die wir mögen, das letzte MARS VOLTA-Album ist ziemlich gut, es gibt da diesen Song, den besonders Mädchen mögen, irgendetwas von wegen "Going home with me tonight"...

Wie wichtig ist euch Humor in eurer Musik?

Das Wichtigste überhaupt. Als Musiker ist es manchmal so, dass man lachen muss, um sich davor zu bewahren, in Tränen auszubrechen. Außerdem sollte man dazu fähig sein, über sich selbst zu lachen, wir können die ganze Sache eh nicht besonders ernst nehmen. Es gibt halt solche und solche Tage, man nimmt es, wie es kommt.

Habt ihr irgendwelche konkreten Idole oder gibt es Künstler, die sich ein so starkes Image geschaffen haben, dass ihr sie bewundert?

TURBONEGRO, THE PLASMATICS, generell jede Band mit Humor. Mit den Einflüssen ist das halt so eine Sache, man merkt ja nie direkt, was einen inspiriert. Songschreiber sind da eher wie Schwämme, die alles in sich aufnehmen, und das muss nicht immer nur Musik sein. Aber im Endeffekt sind für mich die größten Einflüsse meine Mitmusiker in der Band.

Lars Koch

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© by Ox-Fanzine / Ausgabe #66 (Juni/Juli 2006)

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