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Interviews & Artikel

BARONESS

Alles im Gleichgewicht

Man kann es nicht leugnen: Es gibt einen leichten Trend zu harter, aber anspruchsvoller Musik. Der kleine, aber respektable Erfolg solcher Bands wie MASTODODON, ISIS oder auch MOGWAI belegt es. In die Riege dieser schon etablierten Bands darf man künftig auch BARONESS aus dem Süden der USA einreihen. Der Begründung dafür liegt im fantastischen "Roten Album" der Band, das just auf Relapse erschien und bei allem Muckertum trotzdem rockt wie die Hölle. Zudem ist Sänger und Gitarrist John Dyer Baizley maßgeblich verantwortlich für die visuelle Präsentation fast einer ganzen Szene. Seine Kunst ziert die Cover und Poster von unter anderem DARKEST HOUR, PIG DESTROYER, KYLESA und natürlich der eigenen Band. John und sein Bassist Summer Welche standen mir für ein paar Fragen zur Verfügung.


Euer neues Album bekommt überall gute Kritiken. Seid ihr stolz darauf?

Summer:
Es ist immer schön, wenn die Leute mögen, was du tust. Aber ich versuche mich von Reviews und Meinungen in Magazinen nicht blenden zu lassen. Die wahre Prüfung hat man erst live, wenn man dem Publikum gegenübersteht. Dennoch sind wir stolz auf die Musik, die wir geschaffen haben.

Wie waren denn die Reaktionen des Publikums auf eure neuen Songs?

John:
Das neue Material scheint sich gut mit dem alten zu vertragen. Auf den Konzerten verschaffen sich zwar auch immer wieder Fans der alten Sachen Gehör, aber wir haben ja auch gar nicht vor, diese zu verprellen. Die alten Songs sind uns immer noch wichtig.

Was ist eurer Meinung nach denn der Hauptunterschied vom "Red Album" zu den älteren Platten?

Summer:
Für mich ist der Hauptunterschied, dass wir ein Bandmitglied verloren und ein Neues hinzugewonnen haben. Tim, unserer ehemaliger Gitarrist, war ein einzigartiger Charakter und sein Einfluss auf die Band war ebenfalls einzigartig. Gleichermaßen hat unser neuer Gitarrist Brian auch sehr individuelle Eigenschaften, die anders sind als die Tims und nun in unsere Musik einfließen. Wir haben Brians Stärken in unsere Band integriert, anstatt ihn unserem Stil einfach anzupassen.

Eure Albumtitel sind sehr simpel gehalten: "First", "Second", "Third" und "Red". Wie ich gelesen habe, wollt ihr keine bedeutungsschwangeren Titel. Andererseits habt ihr aber genau solche für die einzelnen Songs gewählt: "Rays on pinion", "Wanderlust" oder "Cockroach en fleur" zum Beispiel. Was soll diese Diskrepanz?

John:
Wir haben geschwollen klingende Albumtitel immer vermieden. Das soll zum einen ein Gegengewicht zu einigen unserer schwerer wiegenden Songthemen bilden, zum anderen soll es unseren Hörern einen wirklich unvoreingenommenen Zugang zu unserer Musik gewähren. Mit anderen Worten: wir wollen durch einen konkreten Albumtitel keine allumfassenden Erwartungen an die Platte wecken. Die einzelnen Songs hingegen sind introspektiver und verleiten hoffentlich dazu, sie ein bisschen zu erforschen. Wir wollen mit den Titeln niemanden in die Irre führen, sondern eher einen Raum für individuelle Meinungsbildung gewährleisten.

Könnt ihr bitte mal euer Verhältnis zu Phillip Cope, dem Sänger und Gitarristen von KYLESA, schildern? Er hat alle eure Alben produziert.

Summer:
Phillip ist ein Freund von uns. Wir haben ihn gleich nach unserem Umzug nach Savannah, Georgia kennen gelernt. Er hat unsere erste Show besucht und war seit den Anfangstagen mit uns im Studio. Er kennt unseren Sound besser als irgendjemand anders und hat im Studio großen kreativen Einfluss auf unsere Musik.

John: Mittlerweile ist er so integriert, dass er grundlegende Entscheidungen treffen kann, die so sehr unseren klanglichen Idealen entsprechen, ohne dass er auch nur ein Wort mit uns zu wechseln braucht. Er weiß, woher wir kommen, wo wir derzeit sind und wo wir einmal hin wollen, vom musikalischen und produktionstechnischen Standpunkt aus gesehen.

Diese enge Beziehung zu Cope legt nahe, dass ihr insgesamt ein inniges Verhältnis zu Savannah und der dortigen Musikszene entwickelt habt.

Summer:
Savannah ist heiß, schwer, bedrückend und trostlos, gleichzeitig aber auch erbaulich, schön und sehr inspirierend. Unsere Umgebung beeinflusst unsere Musik deutlich und sehr nachhaltig und das auf vielerlei Art und Weise. Die meisten Bands aus Savannah haben diesen dunklen, schwermütigen Klang, aber bei allen kannst du auch diese erhabenen und positiven Momente finden.

John, dein Artwork erinnert etwas an den Jugendstil, ist sehr üppig und mit einer Menge blumiger Details versehen. Gibt es da Parallelen zu eurer Musik oder gar ein Konzept, das du verfolgst?

John:
Ich denke, die Bilder gehen Hand in Hand mit unserer Musik. Alles verläuft parallel, aber nicht nur bei den schönen Dingen. Vielmehr geht es darum, einen Blick auf sich selbst und seine Umgebung zu werfen. Die kann üppig und schön aber auch gefährlich und verstörend sein. Die einzig wahre Antwort erhält man, wenn man dieses Wechselspiel akzeptiert einmal hat. Und egal, ob ich mich musikalisch oder visuell ausdrücken will: es ist unglaublich schwierig, etwas Authentisches zu schaffen. Und genau das ist das Ziel.

Ingo Rothkehl

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #75 (Dezember 2007/Januar 2008)

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