Interviews & Artikel : Backtracked :: ox-fanzine.de

Das aktuelle Ox

Unsere Aboprämie

Wer das Ox bis zum 01.11.2019 neu abonniert, erhält auf Wunsch das neue REFUSED-Album „War Music“ (Spinefarm) auf CD als Prämie. (Versand ab 18.10. Solange Vorrat reicht.)

 

Abo gegen Tasche!

Wer das Ox neu abonniert, wer ein Abo verschenkt oder als Ox-Abonnent einen neuen Abonnenten wirbt, der bekommt von uns die Ox-Tasche (fair gehandelte Bio-Qualität) geschenkt!

 

California über alles

"California über alles - Dead Kennedys Wie alles begann" ist das erste umfassende Buch über die DEAD KENNEDYS. Es konzentriert sich auf die Gründungs­phase der Band in der Szene von San Francisco bis zum Erscheinen des ersten Albums "Fresh Fruit For Rotting Vegetables". Autor Alex Ogg sprach dafür mit vielen Zeitzeugen.

 

Kochen ohne Knochen

Das Ox-Kochbuch 5 & Kochen Ohne Knochen #23

Kochen ohne Knochen - Das Ox-Kochbuch 5: Über 200 rein pflanzliche Rezepte für Beginner und Könner, für Veganer, Vegetarier und Allesesser, von simpel bis anspruchsvoll. Von Punks, nicht nur für Punks.
Dazu jede Menge Merchandise rund ums Kochbuch: Küchenmesser, Profimesser, Hand- und Geschirrtuch, Küchenschürze, Stofftasche, Sparschäler, Frühstücksbrettchen, Pfannenwender, Buttons, ...

Kochen ohne Knochen #23: Die neue Ausgabe des veganen Magazins ist jetzt im Handel und bei uns erhältlich.

 

Interviews & Artikel

Backtracked

MISSION OF BURMA - That’s when I reach for my revolver („Signals, Calls, And Marches“, EP, Ace of Hearts, 1981)

Once I had my heroes / Once I had my dreams / But all of that is changed now / They’ve turned things inside out / The truth is not so comfortable, no / And mother taught us patience / The virtues of restraint / And father taught us boundaries / Beyond which we must go / To find the secrets promised us, yeah

That’s when I reach for my revolver / That’s when it all gets blown away / That’s when I reach for my revolver / The spirit fights to find its way

A friend of mine once told me / His one and only aim / To build a giant castle / And live inside his name / Cry and whispers sing in muted pain

Tonight the sky is empty / But that is nothing new / Its dead eyes look upon us / And they tell us we’re nothing but slaves


Welcher rebellierende Jugendliche kann sich nicht mit diesem Text identifizieren? In Kombination mit einem für MISSION OF BURMA-Verhältnisse eher untypischen Pop-Appeal mit einer enorm eingängigen Hookline – man verstand sich sonst in erster Linie auf von Tapeloops unterlegte Noise-Post-Punk-Frickeleien – erlangte der Track weit über die Band-Heimatstadt Boston hinaus Kultstatus. Das ist sicherlich auch einer der Hauptgründe dafür, dass etliche Musiker diesen Song coverten, darunter die NAKED RAYGUN-Nachfolgeband PEGBOY, CATHERINE WHEEL und BLUR-Gitarrist Graham Coxon. Am bekanntesten dürfte die ironischerweise etwas dissonantere Version von Moby sein, die 1996 auch als erste Single aus „Animal Rights“ ausgekoppelt wurde. Im Zuge der Aufregung um School Shootings in den USA musste Moby, der zwar ohnehin schon kleinere Änderungen am Text vorgenommen hatte, die originalen Lyrics für das dazugehörige Video komplett abwandeln, damit es auf MTV gespielt werden konnte: „That’s when I realize it’s over“.

Den originalen Liedtitel hatte MOB-Bassist Clint Conley und Autor des Songs dem Henry Miller-Essay „When I Reach for My Revolver“ entlehnt. Tatsächlich taucht das Zitat in ähnlicher Form auch in dem nationalsozialistischen Theaterstück „Schlageter“ von Hanns Johst („Wenn ich Kultur höre ... entsichere ich meinen Browning“, 1. Akt, 1. Szene; fälschlicherweise oft Himmler oder Göring zugeschrieben) auf und Miller selbst schreibt in seinem Essay, die Aussage von John Dudley, dem Earl von Essex, gehört zu haben. Conley jedenfalls empfand diesen indirekten Nazi-Bezug im Nachhinein als sehr unangenehm. Den Erfolg des Songs erklärt er in einem Interview so: „Textlich ist der Song ein Mischmasch. Ein beständiger Strom an Sehnsucht und Erhabenheit. Wenn der Song die Zeit überlebt hat, dann wahrscheinlich eher wegen seines unheimlich langen ,build up‘, dem kontinuierlichen Aufbau von Spannung, die sich dann fast ekstatisch im Refrain entlädt.“

Anke Kalau

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #128 (Oktober/November 2016)

Verwandte Links

Interviews

Suche

Ox präsentiert

SICK OF IT ALL

Die 1986 im New Yorker Stadtteil Queens gegründeten SICK OF IT ALL sind seit gut 26 Jahren in der Besetzung Lou Koller (voc), Craig „Ahead“ Setari (bs), Pete Koller (gt) und Armand Majidi (dr) unterwegs und veröffentlichten jüngst ihr zwölftes ... mehr