Reviews : SELOFAN / Vitrioli :: ox-fanzine.de

Das aktuelle Ox

Unsere Aboprämie

Wer das Ox bis zum 31.08.2018 neu abonniert, erhält auf Wunsch die neue CD von ZSK „Hallo Hoffnung“ (People Like You) als Prämie. (Solange Vorrat reicht) (Bitte im Feld "Nachricht" angeben + Namen des Prämienempfängers)

 

Abo gegen Tasche!

Wer das Ox neu abonniert, wer ein Abo verschenkt oder als Ox-Abonnent einen neuen Abonnenten wirbt, der bekommt von uns die Ox-Tasche (fair gehandelte Bio-Qualität) geschenkt!

 

California über alles

"California über alles - Dead Kennedys Wie alles begann" ist das erste umfassende Buch über die DEAD KENNEDYS. Es konzentriert sich auf die Gründungs­phase der Band in der Szene von San Francisco bis zum Erscheinen des ersten Albums "Fresh Fruit For Rotting Vegetables". Autor Alex Ogg sprach dafür mit vielen Zeitzeugen.

 

Kochen ohne Knochen

Das Ox-Kochbuch 5 & Kochen Ohne Knochen #23

Kochen ohne Knochen - Das Ox-Kochbuch 5: Über 200 rein pflanzliche Rezepte für Beginner und Könner, für Veganer, Vegetarier und Allesesser, von simpel bis anspruchsvoll. Von Punks, nicht nur für Punks.
Dazu jede Menge Merchandise rund ums Kochbuch: Küchenmesser, Profimesser, Hand- und Geschirrtuch, Küchenschürze, Stofftasche, Sparschäler, Frühstücksbrettchen, Pfannenwender, Buttons, ...

Kochen ohne Knochen #23: Die neue Ausgabe des veganen Magazins ist jetzt im Handel und bei uns erhältlich.

 

CDs/LPs/Singles - Reviews

SELOFAN

Vitrioli

Format: CD

Label: Fabrika

Spielzeit: 47:14

Wertung:


Das Minimal-Synth- und Cold-Wave-Duo SELOFAN wurde 2011 in Athen gegründet und ist musikalisch in selben Kontext wie KELUAR, REGRESSVERBOT, LEBANON HANOVER und HANTE zu verorten. Mit ihrer expressiven Optik hätte Sängerin Joanna Badtrip in der Zeit um 1980 gut in den Londoner Blitz-Club gepasst, dessen Türpolitik von Steve Strange (VISAGE) bestimmt wurde.

Er hätte sie sofort als legitimes Blitz Kid angesehen. Heute sind SELOFAN gern gesehene Gäste in der Death-Disco. Die Synthies haben den dunklen und tanzbaren Klang, wie er einst von David Harrow für Anne Clark und ihre epochalen Songs „Sleeper in Metropolis“ oder „Our darkness“ erschaffen wurde: Tanz das Unbehagen, aber tanz! Die Ästhetisierung des Morbiden, notwendigerweise mit Drama und Theatralik inszeniert, ist ein bewusst gesetzter Akzent.

Auch Stilelemente der Zwanziger Jahre gehören zum optischen Repertoire, wie im Video zu „Love is a mental suicide“ von ihrem Debüt „Verboten“. „Vitrioli“, ihr viertes und bestes Album, setzt die dunkle Reise perfekt mit Songs wie „Give me a reason“ fort, das ein wenig an „Malarone“ von LINEA ASPERA erinnert, und bei „Black box“ gibt es eine DEATH IN JUNE-Trompete.

Viele ihrer Songs wären als Soundtrack für die Stummfilme der wunderbaren Louise Brooks geeignet. Ihre glamourös distinguierte Ästhetik spiegelt sich auf sublime Art und Weise im morbiden Charme von SELOFAN wider.

Markus Kolodziej

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #138 (Juni/Juli 2018)