Reviews : TELEVISION PERSONALITIES / My Dark Places CD :: ox-fanzine.de

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CDs/LPs/Singles - Reviews

TELEVISION PERSONALITIES

My Dark Places CD

Format: CD

Domino/Rough Trade


Lieber Daniel Treacy, vielleicht kommt es dir nicht so vor, aber es ist schon 11 Jahre her, seit das letzte Album deiner TELEVISION PERSONALITIES erschienen ist. In der Zwischenzeit habe ich mir Sorgen gemacht, denn es gab nicht viel mehr als traurige Gerüchte um dein Verbleiben.

Ich rechnete eher mit einer kleinen Randnotiz, die mir das drogeninduzierte Ableben des sträflich unterbewerteten besten englischen Songschreibers mitteilt, als mit deiner Wiederauferstehung.

Als du im Sommer 2004 deinen Fans übers Internet offenbartest, im Gefängnis neue Songs geschrieben zu haben, freute ich mich riesig, denn ich hatte die Hoffnung, dass du dich eines Tages wieder der Musik zuwenden würdest, längst aufgegeben.

Die Ankündigung eines "bald zu erscheinenden" neuen Studio-Albums sorgte bei mir dann für leicht nervöse Schübe. Ist ja auch klar, denn erstens ist "bald" bei den TVPs ein dehnbarer Begriff und zweitens fragte ich mich, ob es nicht besser wäre, dein Vermächtnis unangetastet zu lassen.

Es wird dich sicherlich freuen, dass ich jetzt, nachdem ich "My Dark Places" gehört habe, nachts ruhig schlafen kann. Es ist schlicht wundervoll, wieder deine Stimme zu hören und die 16 neuen Songs könnten - selbst gemessen an deinen eigenen Standards - nicht besser sein.

Niemand schreibt schönere, berührendere und echtere Musik mit diesem für dich typischen leicht abgespaceten spleenigen Touch: perfekter, leicht psychedelischer Indiepop mit Punk-Roots und D.I.Y.-Ethik.

Keine Frage, du bist dir selbst treu geblieben und hast keine kommerziellen Zugeständnisse gemacht. Bis auf "You kept me waiting too long", einen waschechten Dance-Track, den du auf halber Strecke des Albums servierst, der dann zu allem Überfluss auch noch funktioniert.

Vielleicht hättest du nicht unbedingt die zwar genialen, aber doch unzugänglicheren Songs an den Anfang des Albums setzen oder das charmant durchgeknallte "All the young children on smack, all the young children on crack" gar als Single auskoppeln müssen, da diese manche Hörer etwas verstören könnten.

Andererseits lässt du in "Knock it all down", einem der schönsten Stücke, das du je geschrieben hast, eine tolle weibliche Stimme (mit der du einige Songs des Albums duettierst, was mir sehr gut gefällt) die Worte "they don't deserve us, we deserve better" sagen.

Besser kann man den Nagel nicht auf den Kopf treffen, aber das mit den Texten war schon immer deine Sache: humorvoll und düster, treffend einfach, ohne Schnörkel. Ruhige Songs wie "I'm not your typical boy", "There's no beautiful way of saying goodbye" oder das herausragende "No more I hate you's" sind da nur die offensichtlichsten Beispiele.

Mit dem Titeltrack sowie der Bowie/JESUS & MARY CHAIN-Reminiszenz "She can stop traffic" und dem Uptempo-Hit "They'll have to catch us first" hast du mal wieder allen gezeigt, wie man die Ästhetik der 60er in die Neuzeit transformiert.

Es ist schön zu hören, dass du deine Krone wieder hast, denn du bist der König in Indieland und alle anderen sind es nicht und waren es nie und werden es auch nie sein. Ich weiß, dass ich dieses Jahr kein besseres Album hören werde, egal was da noch kommen mag.

Oder um es mit deinen eigenen Worten zu sagen: You're beautiful and I love you and I'm your friend. Danke, Dan. P.S.: Warum du die TELEVISION PERSONALITIES jetzt auf einmal in "THE TELEVISION PERSONALITIES" umgetauft hast, bleibt mir ein Mysterium.

Aber ich muss ja nicht alles wissen. P.P.S.: Und wieso "Any love is good love" - die B-Seite der 7"-Auskoppelung nicht mindestens die A-Seite der Single und einen Ehrenplatz auf dem Album hat, weiß außer dir kein Mensch.

Geoffrey Ingram

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #64 (Februar/März 2006)

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