Reviews : BOXHAMSTERS / Brut Imperial :: ox-fanzine.de

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CDs/LPs/Singles - Reviews

BOXHAMSTERS

Brut Imperial

Format: CD

Label: Unter Schafen

Vertrieb: Alive

Spielzeit: 40:42

Genre: Punkrock/Hardcore

Webseite

Wertung:


Der Punkrocker als solcher ist ja konservativ. Konservativ nicht im Sinne des CDU/CSU-Gesindels, sondern der Art, dass er eben „seine" Bands findet, in jungen Jahren, und dann mit ihnen alt wird. Punkrock als Lebensentwurf, eine Band als Begleiter durch die Höhen und Tiefen, die bei so manchem mehr Bestand hat als andere Dinge im Leben, die gemeinhin als wichtiger erachtet werden, etwa Job oder Partner.

So eine Band sind die BOXHAMSTERS, die mir einst von meinem guten Freund Reiner noch vor Gründung des Ox ans Herz gelegt wurden. Irgendwann das erste Konzert in Donauwörth, man lernte sich anlässlich eines Interviews kennen, und es folgten viele weitere - Interviews wie Konzerte.

Lese ich über Menschen, die ihre Lieblinsgband schon fünfzig Mal gesehen habe, schüttle ich den Kopf über so viel beklopptes Fantum, doch rechne ich mal nach, komme ich auf locker so viele von mir besuchte Konzerte der Gießener - dafür reichen ja schon zwei bis drei pro Jahr.

Total bekloppt! Aber dennoch: Das macht die BOXHAMSTERS zum Soundtrack meines Lebens, und dabei kenne ich noch nicht mal ihre Songtitel. Echt, die Lieder kenne ich, ich singe die mit (ähem ...), aber wie die heißen, muss ich immer mal nachschauen.

So auch beim neuen Album: Im Studio gewesen, als das endgemixt wurde, verblüfft gewesen, wie anders das klingt als alles bisherige - und wie es doch wieder die Hamster sind, durch und durch, nur eben auf ihre alten Tage nochmal mit neuem Dreh.

Unglaublicher Bass-Sound (jaja, die WIPERS), mit „Mogli" und „Gottmodus" zwei Songs mit beinahe sechs Minuten, zum Glück aber keine Rockoper von Rockopas. Und dann das Duett mit Eva von JULI.

Ich kann die Band ja nicht leiden, aber wie die Co in diesem Lied den Kopf verdreht, das ist wundervoll, das coolste Duett seit Nancy Sinatra und Lee Hazlewood. Und die „Control"-Verarbeitung von „1982", in der Alex Harvey stirbt und nicht Herr Curtis.

Oder der Brüller schlechthin, „Der 3. Ton", die Oi!-Gröl-Nummer, die so schrecklich ist, dass wir im Studio Champagner saufend Tränen in den Augen hatten vor Lachen - ach, die „Boxies" (Tod den Band-Kosenamen!) sind einfach wieder wundervoll.

Wer sie nicht versteht oder verstehen will: Fuck off and die! Ich entkorke jetzt erstmal eine Flasche „Brut Imperial", frisch von der Tanke.

Joachim Hiller

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #85 (August/September 2009)

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