© by Nic SpearmanDiese Herausforderung meistert die Band aus Chicago, Illinois mit Bravour. „Ever After“ sprüht vor Leichtigkeit und Spielfreude, kann aber auch mit Tiefgang und Komplexität punkten. Wir unterhalten uns mit Sänger und Gitarrist Brompton Jackson über große Erwartungen und Happy Ends.
Euer zweites Album stand an, wie seid ihr mit diesem Druck umgegangen?
Den gab es wirklich zuhauf! Zwar auch ein wenig von außen, aber ich glaube, den größten Druck haben wir uns selbst gemacht. Wir wollten diesmal einfach etwas komplett anderes schaffen und dann fängt man so ein wenig an, sich zu zwingen, komplett anders ans Musikschreiben heranzugehen. Für jeden von uns standen zudem extrem große Veränderungen in unserem Privatleben an, von daher war es auch ein absoluter Balanceakt zwischen dem normalen Leben und unserer Karriere als Musiker. Das verlangt einem schon viel ab und darauf kann einen niemand so wirklich vorbereiten. Wir funktionieren zwar unter Druck normalerweise sehr gut, aber das kann einem alles trotzdem große Angst machen. Wir haben mehr als einmal dagesessen und gedacht, wir bekommen es nicht auf die Kette.
Ihr habt diesmal mit Alan Day als Produzent gearbeitet, eine der absoluten Größen, wenn es um Pop-Punk geht. Wie sah die Zusammenarbeit mit ihm aus?
Alan ist sooooo verdammt gut in dem, was er tut. Für uns war es ein absoluter Traum, mit ihm arbeiten zu können. Wir wollten ein Album haben, das einfach mehr Dynamik besitzt, und genau das hat funktioniert. „Ever After“ ist gleichzeitig das härteste und das ruhigste Album, das wir bis hierher geschrieben haben. Alan hat unsere Stärken erkannt und diese mit uns herausgearbeitet. Durch seine Erfahrung kann er jede Band besser machen.
Als eine Band, die komplett aus BIPoC-Mitgliedern besteht, wie sehr bewegen euch Kommentare auf Social Media heute noch?
Na ja, kontrollieren, was die Leute so schreiben, kannst du ja eh nicht. Daher hilft es, alles mit einer Prise Humor zu nehmen. Es ist manchmal so unfassbar absurd, was die Leute im Internet so schreiben. Auf der anderen Seite bestärken uns natürlich die positiven Kommentare und wie vielen Leuten wir und unsere Musik etwas bedeuten. Wenn uns Leute sagen, dass sie sich durch uns repräsentiert und gesehen fühlen, dann ist das der beste Lohn für die Arbeit, die wir uns machen. Das ist für uns absolut nicht selbstverständlich und ist mit das beste Gefühl, das es gibt.
Pure Noise ist vielleicht die erste Adresse, wenn es um Pop-Punk geht. Wie fühlt es sich für euch an, sich das Label mit Bands wie STATE CHAMPS oder FOUR YEAR STRONG zu teilen?
Das ist völlig surreal. „Ever After“ ist nun unser dritter Release auf Pure Noise und nach wie vor ist es unfassbar, wie sehr das Label hinter uns und unserer Musik steht. Als wir mit der Band angefangen haben, war Pure Noise gleichzeitig Ziel und Wunschvorstellung. Der Traum wurde wahr. Wir sind unfassbar dankbar und happy.
Wann habt ihr eigentlich angefangen, „Ever After“ zu schreiben, und wie sieht bei euch das Songwriting so aus?
Mit „Ever After“ ging es Ende 2023, Anfang 2024 los. Wir versuch soen prinzipiell immer viel wie möglich als Band zusammen zu schreiben. Das heißt alle Mann in einen Raum und schauen, was dabei rauskommt. Bei einem Großteil von „Ever After“ konnten wir das auch so umsetzen. Beim Vorgänger war dies leider aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich.
© by Fuze - Ausgabe #88 Juni/Juli 2021 und Joscha Häring
© by Fuze - Ausgabe #97 Dezember 2022 /Januar 2023 2022 und Dennis Müller
© by Fuze - Ausgabe #114 Oktober/November 2025 und Carsten Jung
© by Fuze - Ausgabe #114 Oktober/November 2025 und Carsten Jung
© by Fuze - Ausgabe #97 Dezember 2022 /Januar 2023 2022 und Isabel Ferreira de Castro
© by Fuze - Ausgabe #88 Juni/Juli 2021 und Joscha Häring