© by Pooneh GhanaSie waren die große Überraschung auf dem Ruhrpott Rodeo 2025: DIE SPITZ aus Austin, Texas betraten die Bühne – und räumten ab! Mit unglaublicher Energie rockten sie die große Bühne, und was Ava und Ellie gesanglich abzogen, ist in Sachen wütender Intensität schwer zu toppen. Mittlerweile ist via Third Man Records ihr Debütalbum „Something To Consume“ erschienen. Ich hatte dazu eine Videosession mit Ava Schrobilgen (voc, gt), Chloe De St. Aubin (dr), Ellie Livingston (gt, voc) und Kate Halter (bs, voc), wobei sich nicht alle am Interview beteiligten.
Ava und Ellie singen, die Frage geht also raus an euch: Woher nehmt ihr diese tiefe, rauhe, gewaltige Stimme?
Ava: Da wir aus Austin, Texas kommen, sind wir quasi mit Janis Joplin aufgewachsen, und sie hatte diese sehr rauhe Stimme. Also habe ich immer versucht, so zu singen wie sie, aber das hat nicht so gut geklappt, und dann habe ich diese Stimme entdeckt, die ich in unserer Musik verwende. Wir beide haben gerade angefangen, Gesangsunterricht zu nehmen. Ich hatte in der letzten Woche meine erste Stunde, damit wir unsere Stimmen schonen und sie nicht überstrapazieren. Aber ich hatte mir vorher schon Videos angesehen, um zu lernen, wie man seine Stimme nicht schädigt. Man kann das über längere Zeit machen, aber auf Tour wird es schwierig, wenn man das fünf Nächte hintereinander macht. Ich verliere meine Stimme ungefähr in der vierten Nacht.
Und dann wird einem gesagt, man soll zwischen den Shows nicht so viel reden, damit die Stimme sich erholen kann ...
Ava: Ja. Und dann hast du etwas wirklich Lustiges zu sagen, aber du kannst es nicht sagen. Also musst du es ins Telefon tippen, nur dann ist es nicht mehr so lustig.
Viele Leute, die euch diesen Sommer gesehen haben, waren sehr beeindruckt von eurem Auftritt. Ihr kamt, saht und habt gesiegt. Hat sich die Tour für euch auch wie ein Erfolg angefühlt?
Ellie: Ja, auf jeden Fall. Aber die Show auf dem Festival war hart. Es gab vorher ein paar technische Probleme und sie sagten einfach „Spielt!“, obwohl wir noch nicht bereit waren, weil der Tontechniker es nicht hinbekommen hat. Aber es hat so viel Spaß gemacht. Ich liebe Deutschland. Es ist so cool.
Die Frage nach dem Bandnamen ist ja immer etwas lahm, aber wenn eine Band aus Texas einen so germanisch klingenden Namen trägt, da muss ich natürlich fragen, woher der kommt.
Ava: Das ist zufälliges Deutsch. Wir wollten zuerst „The Spits“ heißen. Und dann dachten wir: Oh, wir könnten das deutsche „Die“ nehmen, es wie „die“ [sterben] aussprechen, weil das cooler ist. Und dann dachten wir, wir könnten noch ein Z an das Ende von „Spits“ hängen, damit es super punkig und cool aussieht. Und dann dachten wir: Moment mal, das könnte Deutsch sein. Oops! Und wir haben es einfach so gelassen.
Bei Katie sehe ich im Hintergrund ihre Hunde. Ihr wisst, dass ein Spitz eine Hunderasse in Deutschland ist?
Katie: Ja, anfangs bekamen wir bei der Google-Suche nach „Die Spitz“ immer nur Hundefotos anzeigt. Scheiß auf die Hunde, haha.
Es gab auch mal die US-Bands DIE KREUZEN und DAS DAMEN, ihr steht da in einer guten Tradition. Habt ihr auf Tour irgendwelche lustig klingenden Bandnamen entdeckt?
Ava: Ich glaube nicht. Aber um ehrlich zu sein, bin ich herumgelaufen, als wir in Deutschland waren, und habe mir die Schilder angesehen, Straßenschilder und so, und habe vor mich hin gelacht bei Worten wie „Ausfahrt“, haha.
War es das erste Mal für euch außerhalb der Vereinigten Staaten? Wie groß war der Kulturschock?
Ava: Wir haben schon mal in Kanada gespielt, aber das liegt ja quasi direkt neben den USA. Es war also das erste Mal jenseits des großen Teichs. Ehrlich gesagt war der Schock nicht so groß, wie ich gedacht hatte. Ich dachte, ich würde total unter Jetlag leiden und verwirrt sein. Aber viele Leute sprechen Englisch und alle waren super nett und hilfsbereit. Wir hatten also keine Probleme.
Ellie: Bis auf die Sache mit dem Wasser. Es gibt bei euch nirgendwo Wasser. Ja, es fühlt sich komisch an, nach Wasser fragen zu müssen. Auch im Restaurant. In den USA muss man den Leuten, wenn man sie bedient, als Erstes Wasser bringen. Und man muss ihre Wassergläser immer wieder auffüllen.
Darf ich fragen, ob ihr alle schon über dem Mindestalter für Alkoholkonsum in den USA seid?
Ava: Ja, wir sind alle 22, 23. Als wir die Band gegründet haben, waren wir gerade 18.
Was bringt vier 18-Jährige dazu, in einer Zeit, in der bei Jugendlichen alle möglichen Musikgenres angesagt sind, nur nicht Punkrock oder Rockmusik, Sängerin, Bassistin, Gitarristin und Schlagzeugerin in einer Rockband zu werden?
Ellie: Gute Musik. Beim Erwachsenwerden hilft gute Musik auf jeden Fall. Nicht dass Popmusik nicht auch gut sein kann, aber ich liebe einfach die Musik der 1970er, 1980er und sogar der 1990er Jahre. Und es macht Spaß, auf echten Instrumenten zu spielen.
Ava: Es ist die Ursprünglichkeit, die Roughness dieser Musik. Jede von uns spielt ihr eigenes Instrument, ohne Playback. Das hat mich angesprochen, weil es sehr authentisch ist und man viel Arbeit investieren muss. Außerdem mag ich diese Art von Musik einfach. Ich bin in Austin aufgewachsen, da gibt es überall Bands, in jeder Bar spielt jemand Live-Musik. Mit Leuten aufzuwachsen, die Instrumente spielen, hat mich definitiv geprägt.
Gibt es auch einen familiären Hintergrund, zum Beispiel Eltern, die Rockmusik oder Rock’n’Roll mögen?
Ava: Ja, meine Eltern mögen Rockmusik. Sie machen selbst keine Musik, aber sie mögen sie wirklich.
Ellie: Mein Vater hat mir schon, als ich noch ganz klein war, gute Musik vorgespielt und mich dazu gebracht, Gitarrenunterricht zu nehmen. Ich habe einen Großteil meines Musikgeschmacks von ihm.
Die Art und Weise, wie ich vor vielen Jahren mit Rockmusik in Berührung gekommen bin, war sicher anders als bei euch. Damals war Rockmusik allgegenwärtig, alle in meiner Klasse hörten Rockmusik. Wie war das bei euch in der Highschool?
Ellie: Ich habe in der Highschool noch viel Popmusik gehört, und manchmal mache ich das auch heute noch. Ich mag Rap echt gern, das ist bis heute so geblieben. Ich werde aber wohl selbst keinen Rap machen.
Ava: Kate, Ellie und ich gingen zusammen zur Highschool und waren damals schon beste Freundinnen. Wir mochten alle die gleiche Musik, wir hörten zusammen ständig BLACK SABBATH.
Verfolgt ihr, was Leute über euch und eure Musik schreiben, mit welchen Bands sie euch vergleichen? Und könnt ihr diese Vergleiche nachvollziehen?
Ava: Ich vermeide es meist zu verfolgen, was andere über uns denken. Ich liebe, was wir machen, und ich denke, dass das so ziemlich die einzige Meinung ist, die zählt – abgesehen von der der anderen drei in der Band. Die Leute finden ja immer etwas, was ihnen nicht gefällt, das liegt einfach in der Natur des Menschen.
Ellie: Ja, die Leute vergleichen uns hauptsächlich mit alten Girl-Bands, was ich nicht verstehe, wir klingen vielleicht ein bisschen wie die, aber nicht wirklich.
Ava: Wir haben sehr unterschiedliche Songs in verschiedenen Genres. Als wir „Throw yourself to the sword“ veröffentlichten, sagten manche Leute: „Oh, das ist zu Metal.“ Und andere sagten: „Ich liebe diese neue Richtung, in die sie gehen.“ Und dann haben wir „Pop Punk“ veröffentlicht und sie sagen: „Das ist nicht Metal genug. Ich dachte, sie würden mehr in Richtung Metal gehen. Das gefällt mir nicht.“ Und ich denke mir: Man kann es nie allen recht machen. Warum also sollte man es überhaupt versuchen?
Wie nutzt ihr soziale Medien? Ganz ohne geht es für eine Band wohl nicht.
Ellie: Ich habe kein Instagram mehr.
Chloe: Ich nutze auch keine sozialen Medien.
Ava: Ich nutze soziale Medien, weil wir ja den Band-Account betreiben müssen. Aber ich mag es nicht, da irgendwas zu lesen. Ich poste einfach Sachen und lese gar nicht, was die Leute dazu sagen. Ich lese keine Kommentare oder so. Ich schaue mir Katzenvideos und Videos von süßen Babys an – oder Sachen von alten Leuten, die ein Handy in die Hand bekommen haben. Das bringt mich zum Lachen.
In dem Song „American porn“ gibt es die krasse Textzeile „You know everybody here wants to fuck you“. Welchen Kontext hat die?
Ava: Der ganze Song handelt im Grunde genommen davon, dass Fans und Leute aus der Musikbranche Frauen sexualisieren, auch wenn das nicht ihre Absicht ist. Genauer gesagt geht es um uns, aber aus der Sicht des Raubtiers. Und die ganze Textzeile lautet: „Deine Gesundheit verschlechtert sich, aber was kann ich schon tun? Du weißt, dass jeder hier dich ficken will.“ Es geht darum: Du stehst da auf der Bühne, du hast es schwer, du fühlst dich nicht gesund, du machst dich selbst fertig, aber warum interessiert dich das? Jeder hier findet dich heiß. Es ist ein Seitenhieb auf diese Leute, um zu zeigen, wie lächerlich ihre Sichtweise ist.
Der Song „Riding with my girls“ mit der Zeile „Everything is gonna be OK / Cuz I’m riding with my girls“ klingt wie ein Themesong für die Band, oder interpretiere ich da zu viel hinein?
Ellie: Es gibt Texte auf dem Album, die sehr interpretierbar sind, und andere Texte sind ziemlich direkt. Es geht hier darum, dass ich Dinge loslassen kann, die ich hasse, weil ich die Unterstützung meiner Freundinnen habe. Wir fahren zusammen in der Gegend herum und das ist total krass. Es ist wie eine Hymne, ich möchte, dass Frauen sie mitsingen können, weil es auch darum geht, seine Weiblichkeit anzunehmen und sich auf die Stärke seiner Freundinnen zu verlassen. Alles wird gut, wenn man sich auf die verlassen kann. Ich fühle mich am glücklichsten und am sichersten, wenn ich mit den Mädels hier unterwegs bin. Dieses Leben möchte ich für immer leben.
Wir verfolgen von Deutschland aus die politischen Entwicklungen in den USA und auch in Texas. Ich weiß, dass Austin als liberale Hauptstadt nicht gleichbedeutend mit Texas ist, aber Texas ist einer der Bundesstaaten, in denen Politiker versuchen, Frauen die Kontrolle über ihre reproduktiven Rechte zu verweigern. Was löst das in Personen aus, die potenziell von den Folgen solcher politischen Entscheidungen bedroht sind?
Ava: Wut.
Ellie: Man wird verdammt wütend. Und man wird noch wütender, wenn Menschen in deinem Leben oder in deiner Umgebung sich nicht darum kümmern. Vor allem Menschen, die nicht betroffen sind von den Auswirkungen solcher Gesetze. Ich denke, wenn man sich um etwas nicht kümmert, weil es einen nicht direkt betrifft, wird das Karma dich in den Arsch beißen. Das ist meine Meinung.
Ava: Ich bin echt stolz auf Texas. Ich denke, das sind wir alle. Es ist ein toller Staat und es gibt echt tolle Leute hier. Es gibt die legendäre „southern hospitality“, die Gastfreundschaft, man kommt mit den Leuten sehr leicht ins Gespräch, das Essen ist super. Aber es gibt viele Dinge, die ich an Texas politisch nicht mag. Austin ist wie eine kleine Blaubeere inmitten dieses roten Meeres. Es ist wie ein sicherer Hafen hier, aber wir sind trotzdem von den Gesetzen des Bundesstaats und allem anderen betroffen. Und ja, das macht mich wütend. Wir wollten nie eine politische Band sein. Wir haben sehr lange versucht, nicht über Politik zu sprechen. Aber irgendwann kam man einfach nicht mehr drumherum, weil alles politisch ist. Unser Recht, selbst über unseren Körper zu entscheiden, ist politisch, unsere Rechte in Bezug auf die Ehe ebenso. Alles ist jetzt politisch. Wir hatten also wirklich keine Wahl mehr. Und so haben wir mit diesem Album begonnen, eine politischere Haltung einzunehmen. Es geht nicht in jedem Song um Politik, und das ist auch nicht der Schwerpunkt unserer Band. Wir sind keine Riot-Grrrl-Band oder so. Wir haben großen Respekt vor Riot-Grrrl-Bands, aber wir sind keine. Die allgemeine Entwicklung hat uns an einen Punkt gebracht, an dem wir dachten: Wir haben mit der Band diese Plattform, also werden wir darüber reden, wie beschissen das alles ist.
Warum betont ihr, keine Riot-Grrrl-Band zu sein?
Ellie: Weil wir es nicht sind.
Ava: Ja, Riot-Grrrl-Musik ist sehr punkig, sehr reduziert und größtenteils sehr politisch. Und ich glaube nicht, dass das auf uns zutrifft. Wir schreiben Punksongs, aber wir machen auch Musik, die überhaupt nicht punkig ist. Und nur weil wir vier Frauen sind, denken die Leute gleich, dass wir eine Riot-Grrrl-Band sind. Weil wir Frauen sind, werden wir in diese Schublade gesteckt. Ich liebe Riot-Grrrl-Musik, aber das sind wir einfach nicht. Und es nervt, nur wegen unseres Geschlechts in diese Schublade gesteckt zu werden. Das gibt dir das Gefühl, dass die Leute dir nicht wirklich zuhören – weil du eine Frau bist. Sie nehmen einfach an, dass es so sein muss.
Ellie: Wenn Leute mit diesem Riot-Grrrl-Ding kommen, sagt mir das, dass sie uns nicht zuhören. Das macht mich wahnsinnig. Oder wenn Leute uns einfach in die Kategorie „female music“ stecken, macht mich das wirklich wütend. Wenn du unsere Band magst oder unser Fan bist, dann nenne uns bitte nicht so. Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn so ein verdammter Typ nach einer Show zu dir kommt und sagt: „Ihr seid die beste Frauenband, die ich je gesehen habe.“ Alter, ich schlag dich verdammt noch mal gleich zusammen!
Musstest du jemals im Bandkontext gegenüber jemandem körperlich gewalttätig werden?
Ava: Ja, einmal.
Ellie: Zweimal. Einmal hat ein Typ während einer Show versucht, nach mir zu greifen. Ich habe ihm ins Gesicht geschlagen und sie haben ihn rausgeschmissen.
Ava: Einmal hat ein Typ mir an den Hintern gepackt, während ich in der Menge Gitarre gespielt habe. Ich habe mich einfach umgedreht und ihm eine geknallt. Und dann ist Kate von der Bühne aus auf ihn losgegangen. Ich mag es nicht, wenn es handgreiflich wird. Ich finde, dass körperliche Gewalt echt kindisch ist, aber ich zögere auch nicht, selbst handgreiflich zu werden, wenn man mir gegenüber zuerst handgreiflich wird.
Was für Shows, wie groß oder klein, spielt ihr in Texas? Und tourt ihr in Nordamerika?
Ellie: Wir spielen überall in den USA, aber ich liebe das Publikum in Texas. Die meisten Leute kommen in Chicago. Wir stehen kurz vor einer großen US-Tournee.
Ava: Die Konzerte in Austin machen besonders viel Spaß, weil das unsere Heimat ist. Und die Leute hier unterstützen uns total. Und sie sind einfach das ausgelassenste Publikum. Wir spielen viel in Texas, jedes Jahr im Dezember machen wir eine kleine Texas-Tour. Texas ist verdammt groß. Es gibt hier ein Sprichwort: „Why is Texas so far away from Texas?“ Es dauert acht Stunden, um von El Paso nach Austin zu kommen. Wir spielen in Houston, Dallas, San Antonio ...
Ihr habt vorhin von Stolz auf Texas gesprochen. Was ist das Besondere an einer Band aus Texas? Oder was macht eine Band texanisch?
Ellie: Das bedeutet, dass du eine „bad ass attitude“ hast, so cool drauf bist wie ZZ TOP. Wenn man einen Club betritt, stolziert man mit seinen Stiefeln herum und liefert eine hammermäßige Show. Das Publikum in Texas reagiert normalerweise ziemlich ausgelassen und will einfach Spaß haben. Es gibt einige Klischees über Texas, die wahrscheinlich für viele der großen Städte zutreffen, aber wir sind hier alle irgendwie ziemlich rowdy und mögen es einfach nur rumzualbern. Das hat schon immer auch so eine „hick attitude“, so eine Landei-Getue an sich, aber auf eine andere, gute Art. Die Leute gehen einfach gerne fischen, trinken gerne Bier und haben Spaß an wilden Konzerten.
Spielt Alkohol eine Rolle im sozialen Leben eurer Band?
Ava: Bier. Wir lieben Bier. Wir sind große Bierfans. Hier in Texas gibt es ein Bier namens Lone Star. Ja, man kann hier in jeder Bar eine große Dose davon kriegen. Das ist immer das billigste Getränk dort. Es kostet so 2,50 Dollar oder so. Es ist super. Okay, es ist nicht so toll, aber es ist günstig. Deshalb trinken es alle.
Wie hat euch die deutsche Etappe eurer Europatour im Sommer in Bezug auf das Bier gefallen?
Ava: Tolles Bier. Oh meine Güte, ich liebe Deutschland, es war mein Lieblingsland auf unserer Reise, und ich glaube, das Bier hat dabei eine große Rolle gespielt. Ich freue mich schon sehr darauf, irgendwann mal nach Irland zu reisen, weil ich Guinness liebe, aber das deutsche Bier war einfach unglaublich. Und überall gab es welches!
Wie seid ihr mit den Leuten von Third Man Records in Kontakt gekommen?
Ava: Megan Loveless, die uns bei Third Man Records betreut, kam vor ein paar Jahren zu einem unserer Konzerte in Austin während des South by Southwest-Festivals und ich glaube, wir haben ihr gefallen. Wir haben mit ihr gesprochen und ein Angebot bekommen, und wir haben mit ein paar anderen Plattenlabels gesprochen, aber keines war so künstlerfreundlich wie Third Man. Und sie schienen alle wirklich heiß darauf zu sein, mit uns zusammenarbeiten zu können. Sie geben einem viel kreative Freiheit, es sind einfach tolle Leute – und es arbeiten viele Frauen dort, was immer ein gutes Zeichen ist. Sie sind einfach die Besten. Wir können uns echt glücklich schätzen.
Es war sicher auch eine ganz besondere Gelegenheit, als junge Band das erste Album mit einem Produzenten Will Yip aufnehmen zu können.
Ava: Ich fand es interessant, dass in Deutschland jeder wusste, wer Will Yip ist. Ich glaube, ihr mögt Will Yip sehr. Das gefällt mir. Es war so einfach, mit ihm zu arbeiten. Und er hat so viele Alben aufgenommen, die mir sehr viel bedeuten. Es war einfach eine Ehre, mit ihm aufzunehmen zu können, Wir sind auch Freunde geworden und er ist ein super netter Typ. Er liebt neue Ideen, egal, wie verrückt sie sind. Er ist einfach von allem total begeistert und das macht die Aufnahmen so viel einfacher. Und es lässt den kreativen Prozess so viel müheloser ablaufen, als wenn jemand sagen würde: „Ich finde, das ist keine gute Idee.“ Aber er sagt: „Ja, machen wir das.“ Und dann hat man eine weitere Idee und es ist einfach großartig. Er ist nicht ohne Grund ein Profi. Wir sind für die Aufnahmen nach Philadelphia gefahren, wo er sein Studio hat. Das Studio war super, unsere Unterkunft war es allerdings nicht, wir haben drei Wochen lang in einer schrecklichen Airbnb-Unterkunft gewohnt.
© by - Ausgabe # und 30. Januar 2026
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #182 Oktober/November 2025 und Joachim Hiller
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #182 Oktober/November 2025 und Joachim Hiller