I SEE STARS

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It wasn’t our choice!

Was nicht wenige Menschen völlig verunsichern würde, nutzen I SEE STARS aus Michigan als Konzept. Ein digitales Tool simulierte als Zufallsgenerator im Studio Schicksal und Bestimmung – und gab vor, an welchen Songs gearbeitet wird. Die Band ist maximal zufrieden mit dem Ergebnis, verrät uns Devin Oliver.

Das erste Album seit fast 10 Jahren, wow und herzlichen Glückwunsch! Inwieweit unterschied sich der kreative Prozess von früheren Produktionen – abgesehen davon, jeweils den Zufall entscheiden zu lassen, wie es weitergeht?

Seit unserem Debüt „3D“ hatten wir nicht mehr so viel Zeit, um an einem Album zu arbeiten, es war unglaublich entspannt und die Songs hatten wortwörtlich Raum zum Atmen. Einige Tracks erforderten ein paar Gedanken mehr und ehrlich gesagt hätten es einige von ihnen ohne dieses Zufallselement vielleicht nicht bis zur Ziellinie geschafft. Es gab mehrere Schreibphasen, aber die wohl wichtigste Zeit war etwa Ende 2020/Anfang 2021, als wir uns alle wochenlang zurückgezogen haben, um die Richtung für dieses Album wirklich festzulegen. Es war eine unglaublich kooperative Zusammenarbeit – mit vielen offenen Dialogen und vielen Experimenten –, die es uns ermöglichte, einen Großteil des Albums selbst aufzunehmen. Das war Neuland für uns, aber es eröffnete neue kreative Möglichkeiten und gab uns mehr Flexibilität bei unserem Sound als je zuvor.

Hat es Vorteile, mit wirklich engen Freunden – in deinem Fall sogar dem eigenen Bruder – in einer Band zu sein?
Wir sind auf jeden Fall sehr gut darin, im kreativen Prozess sehr ehrlich miteinander zu sein, in alle Richtungen Feedback zu geben und auch annehmen zu können und ja, die Band war schon immer Family Business – mit allen Herausforderungen, die das so mit sich bringt. Wir haben eine eigene Sprache entwickelt, eine gemeinsame Vision und bestimmt ist Kommunikation unsere größte Stärke und wir sind wirklich stolz darauf.

Gab es Momente, in denen du aufgrund deiner intrakraniellen Hypertonie die Band an den Nagel hängen wolltest, oder war die Musik hilfreich in schweren Phasen?
Ich weiß nicht, ob ich jemals konkret daran gedacht habe, die Band zu verlassen. Ich war jedoch überzeugt, dass mein Leben zu Ende geht. Ich glaubte zwischendurch sogar, dass das die letzten Songs sein würden, die ich jemals schreiben werde. Es war eine unglaublich schwierige Zeit, und selbst heute fällt es mir schwer, so offen darüber zu sprechen. Aber rückblickend schätze ich es umso mehr, wo ich heute stehe: gesund, glücklich und dankbar.

Gibt es Bands, mit denen ihr immer schon eine Co-Headliner-Tour machen wolltet?
ENTER SHIKARI! Wir haben sie unser ganzes Leben lang bewundert, und ehrlich gesagt sind sie ein wichtiger Grund dafür, dass es elektronische Hardcore-Musik überhaupt gibt. Sie waren einfach Pioniere – sie haben Elektro und Hardcore auf eine Weise gemischt, wie es die meisten Bands nicht einmal versuchen würden. Die Art, wie sie Dub- und Trance-Elemente in den Rock integriert haben, war bahnbrechend und hat die Brücke zwischen DJ-Kultur und Heavy Metal tatsächlich neu gebaut. Mit ENTER SHIKARI würde sich für uns ein Kreis schließen.

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