NEW BOMB TURKS

What a great fuckin' punk-as-fuck punk band!

Die hatte ich mir auch ganz anders vorgestellt: Wenn man den rotzigen Garagenklängen der NEW BOMB TURKS aus Columbus / Ohio lauscht, erwartet man dahinter eigentlich eine Horde besoffener Punks. Und wenn „Maximumrocknroll" einen dann noch als beste Band des Jahrzehnts bezeichnet, sollte doch zumindest die entsprechende Arschlochattitüde vorhanden sein. Keine Chance! Sänger Eric Davidson und Basser Matt Reber dürften nicht nur die nettesten, höflichsten Menschen im Punkrock sein, sondern wären mit ihren Pullovern und sorgsam gescheitelten Frisuren bestimmt auch der Schwarm einer jeden Schwiegermutter. Das ändert sich jedoch schnell, sobald sie die Bühne betreten. Wer im Dezember letzten Jahres bei ihrem Konzert im Münsteraner Gleis 22, wo sie beinahe die Bude abgerissen hätten, zugegen war, wird dies bestätigen können. What a great fuckin' punk-as-fuck punk band!

Ihr seid dieses Mal ziemlich lange in Europa unterwegs, tretet in 58 Tagen 55mal auf. Wisst ihr überhaupt, in welcher Stadt ihr heute Abend seid?
Eric:
Klar, wir sind hier in Münster, zum dritten Mal schon. Ab und zu passiert es, dass man vergisst, wo man am Vorabend gewesen ist. Obwohl wir etwas von den Städten mitbekommen haben, beschränkt sich diese Tour größtenteils auf die Fahrerei und die Auftritte.

Ihr seid also nicht gerade als Touristen hier, wie mir scheint.
Matt:
Nein. Auf unserer ersten Tour hatten wir mehr Zeit, uns Dinge anzuschauen. Wir sind eine Stunde lang kreuz und quer durch Rom gefahren. „Hey, da ist das Kolosseum!" Das war auf jeden Fall interessanter als der Anblick einer weiteren schrecklichen Autobahn.

Macht das Touren denn so überhaupt noch Spaß?
Matt:
Die Tage verlaufen alle gleich und du weißt, was du zu erwarten hast. Richtig nervend sind Negativerfahrungen, wie wir sie in einem besetzten Haus in Turin gemacht haben, wo wir wie Dreck behandelt wurden. Der Großteil der 500 anwesenden Leute mochte uns offensichtlich nicht und hinterher erfuhren wir, dass mit den Einnahmen ein Mitglied der Mafia aus dem Gefängnis geholt werden sollte - und das waren Hausbesetzer! Leute, die all diese kommunistischen Plakate an den Wänden kleben hatten und von denen man erwartet, sie seien politisch aktiv. Stattdessen helfen sie der Mafia.
Eric: „Vielleicht war das ja nur eine Ausrede, denn unsere Gage haben wir auch nicht bekommen. Außerdem wurden viele Leute umsonst hereingelassen, die einfach nur unheimlich cool sein wollten und sich noch nicht einmal die Band angesehen haben. So etwas ist unfair gegenüber denen, die bezahlt haben und sich wirklich auf die Band freuen.
Matt: TEENGENERATE waren ebenfalls eine große Hilfe. Die sind seit Beginn der zweiten Tourhälfte dabei und seitdem ist auch unsere Stimmung wieder besser. Es macht einfach mehr Spaß, mit fünf weiteren Leuten herumzureisen, als ganz auf sich allein gestellt zu sein.

Sprechen die als Japaner denn überhaupt Englisch?
Matt:
Fifi und Fink sprechen Englisch. Und jetzt lernen wir Japanisch von ihnen, aber nur die üblichen blöden Phrasen. Außerdem ist ihr Englisch erheblich besser als unser Japanisch, und sie verstehen auch erheblich mehr von Musik als wir. Ihre Plattensammlung ist unglaublich.
Eric: Sie sind etwas älter als wir und kaufen wahrscheinlich schon etwas länger Platten. Aber die haben einfach so viel Zeug. Sie haben uns erzählt, dass man in Japan plattenmäßig nahezu alles bekommen kann. Das ist eine weitere Sache, weshalb wir gerne nach Europa kommen: Um gute Plattenläden aufzustöbern.

Habt ihr dabei Erfolg gehabt?
Eric:
Einige gute Läden haben wir schon gefunden. Aber in den USA gibt es die vereinzelt auch noch.

In der MRR-Kolumne vom Rev. Norb konnte man von seinen verzweifelten Versuchen lesen, euch mit seiner Plattensammlung zu beeindrucken.
Matt:
Das Tape, das er uns aufgenommen hat, haben wir vorhin im Auto gehört.
Eric: Das war ein lustiger Artikel. So wie er es dargestellt hat, bekommt man den Eindruck, wir hätten ihn eingeschüchtert – dabei war es genau andersherum. In dem Haus stehen soooo viele Platten, tonnenweise. Für das Tape hat er größtenteifs obskure Power-Pop-Sachen herausgesucht; ein unheimlich netter Typ mit einer guten Einstellung. Er scheint nicht viel mit den Dingen zu tun zu haben, die sich hinter den Kulissen von „Maximumrocknroll" abspielen. Er schreibt nur regelmäßig für das Magazin und das macht er sehr gut.
Matt: Seine Kolumne ist in letzter Zeit das einzig Lesenswerte im MRR. Ich habe in der jüngsten Ausgabe das Interview mit HAMMERHEAD gelesen, wo der Interviewer Smelly Mustafa Sachen gesagt hat wie „Jerry Lee Lewis ist kein Punkrock". Wahrscheinlich ist der Typ ziemlich jung, oder nur ziemlich blöd und hat keinerlei Ahnung von der Geschichte des Punkrock, Rock oder überhaupt irgendeines Musikstils. Und so einer macht sich über jemanden in HAMMERHEAD lustig, weil der Buddy Holly mag. Ich bin kein besonders großer Fan der Band, aber HAMMERHEAD verstehen von Musik offensichtlich etwas mehr als der Kerl, der sie befragt hat.

Eure Einstellung zum Punkrock scheint eher Rock'n'Roll- als Dr. Martens A Spike-Your-Hair beeinflußt zu sein.
Matt:
Absolut. Keine Einwände.
Eric: Docs sind auch viel zu teuer. Ich verstehe nicht, wie die ganzen Hausbesetzer sich die leisten können.
Matt: Dafür halten sie lange. Aber meine Füße sind sowieso zu groß für Dr. Martens. Ich hab' einmal welche anprobiert und wegen meiner langen Zehen hing die Spitze des Schuhs in der Luft rum. Ich sah aus wie ein Clown.
Eric: In Amerika findet man die Dinger mittlerweile doch schon in jedem Kaufhaus. Die stehen eigentlich für gar nichts mehr. Zu denken, Kleidung sage auch nur irgendetwas über die Persönlichkeit eines Menschen aus, entspricht einer albernen Konsumentenhaltung. Das ist so richtig amerikanisch. Natürlich hat die Musik auch etwas damit zu tun. Bei Punkrock sollte es vor allem darum gehen, Energie und Einstellung durch die Musik zu vermitteln. Danach kannst du dann entscheiden, ob dir gefällt, was die Band zu sagen hat. Es sollte eine Mischung dieser beiden Dinge sein. Die meisten unserer Lieblingspunkbands wie die RAMONES, STOOGES und DEAD BOYS waren zwar von den Texten her nicht sehr politisch, wohl aber in Bezug auf ihren Lebensstil.
Matt: Eben. Egal, ob das bedeutet, sich jeden Abend abzuschießen oder einen Song wie „Bonzo goes to Bitburg" zu singen: Alles ist politisch. All diese hoch politisierten Bands spielen zwar Scheißmusik, haben aber ein Programm, das dennoch niemand versteht. Dann musst du die Textbeilage herauskramen, um herausfinden zu können, worum es überhaupt geht. Warum machen die überhaupt Musik? Warum gehen die nicht auf eine Spoken-Word-Tour, setzen Flugblätter auf oder schreiben Bücher?
Eric: Die meisten dieser Bands schaffen es gar nicht bis zur ersten Textbeilage, da sie sich oftmals nach der ersten Platte auflösen. Die haben alle so große Egos, dass sie sich untereinander nicht ausstehen können. Fünf Jahre später hören sie dann nur noch Jazz und hassen die Musik, die sie vorher gespielt haben.

Glaubt ihr einen Teil der Verantwortung dafür übernehmen zu können, dass Garagen-Punk in letzter Zeit wieder ziemlich populär geworden ist?
Eric:
Mag schon sein, dass diese Musik jetzt wieder vermehrt gespielt wird, aber auch davor gab es Bands wie die DIDJITS oder SUPERSUCKERS.
Matt: THE CYNICS. THE ROLLING STONES ...

Waren eure mit Billy Childish aufgenommenen 7's bewusste lo-fi/low budget-Projekte oder seid ihr einfach in seine Küche spaziert und habt die Songs aufgenommen?
Matt:
Wir wollten einige unserer Titel in anderer Form einspielen und waren an Billy Childishs Arbeitsweise interessiert. Wir haben die Singles auf demselben Equipment wie THEE HEADCOATS aufgenommen und Jim hat sogar Billys Gitarre benutzt. Wir haben die Songs genau wie sonst auch gespielt. Dass sich das Ergebnis anders anhört, hängt allein mit der Aufnahmetechnik zusammen. Ich finde, dass die Energie immer noch gut rüberkommt.
Eric: Wir haben Billy einfach besucht und mit ihm zusammen Tee getrunken. Er hatte zunächst gar nicht daran gedacht, dass wir für Aufnahmen vorbeigekommen sein könnten und war etwas überrascht. Aber er war sehr nett. Wir haben auch nicht zwei Stunden herumexperimentiert, um den richtigen Sound zu bekommen. Wir sind in seine Küche spaziert und haben die Sachen in allerhöchstens einer halben Stunde eingespielt. Den Rest der Zeit haben wir uns seine neuen Songs angehört, seine Bilder angeguckt und Tee getrunken. Danach sind wir mit ihm essen gegangen und er hat uns seine Stadt gezeigt.

Crypt müsste mit seiner Vorliebe für rauhe Garagenklänge das perfekte Label für euch sein.
Matt:
Ist es auch. Tim Warren hat einen klar definierten Stil, in Hinblick auf die Musik, die er mag. Wir haben Glück, dass wir in das Crypt-Programm hineinpassen. Wir werden oft von Leuten, die unsere Musik nicht wirklich kennen, als Hardcore-Band beschrieben. Da hilft es, auf einem Label zu sein, das über ein großes Angebot guter, traditioneller Rock'n'Roll-Bands verfügt. Mir ist es sehr viel lieber, mit diesen Bands in Verbindung gebracht zu werden als mit Epitaph-Bands oder solchen, die heutzutage als Punkrock bezeichnet werden. Das Zeug hab' ich nämlich nie gemocht. Epitaph-Bands haben mir nie wirklich gefallen, auch RANCID nicht.
Eric: Das L7-Album ist die einzige Epitaph-Platte, die ich besitze.

RANCID haben übrigens gerade bei Sony unterschrieben. (Mittlerweile hat sich das allerdings als Gerücht herausgestellt: RANCID bleiben bei Epitaph.)
Eric:
Ehrlich? In Amerika haben sie gerade „120 Minutes" auf MTV präsentiert. Man hat uns gesagt, wir würden ein Video davon bekommen, da die Band unsere Platten mag.
Matt: Das ist schon komisch. All diese Epitaph-Bands erzählen, wie sehr sie uns mögen und wir... o.k., ich mag GAS HUFFER, aber die zählen nicht, denn die waren bisher auf Empty Records.
Matt: WAYNE KRAMER ist natürlich auch o.k.. Wir werden sehen, was bei dessen neuer Platte herauskommt, und natürlich THE CRAMPS, aber die sind auch keine echte Epitaph-Band. BAD RELIGION mag ich mit Sicherheit nicht, keiner von uns. Wir hassen BAD RELIGION wie die Pest. BAD RELIGION ist wie STYX, RUSH oder QUEEN. Die sind zu perfekt. All ihre Platten sind zu perfekt - die Background-Vocals sind lächerlich, genauso wie die Texte.
Eric: Und sie werden immer mit den RAMONES verglichen, nur weil sie harmonische Background-Vocals haben. Die RAMONES haben in ihrer Jugend aber die BEACH BOYS und die RONETTES gehört, während BAD RELIGION wahrscheinlich mit NAZARETH aufgewachsen sind.

Als Garagenband kann man mit der ganzen California-Punkszene wahrscheinlich ohnehin nicht viel anfangen.
Matt:
Das stimmt. Und ich sage ja auch nicht, dass das alles schreckliche Bands sind. Das ist mit Sicherheit Geschmackssache und was meinen Geschmack angeht: Ich hasse sie. Die Hardcore-Bands, die ich mag, sind BLACK FLAG - die erste Platte -, eigentlich sogar die Singles vor der Platte und ein bisschen MINOR THREAT. Aber die gesamten Gesangsharmonien bei BAD RELIGION sind wirklich lachhaft. Irgendwie ist das KANSAS gar nicht so unähnlich, wie in „Carry on my wayward son". So hört sich ihr Gesang an.
Eric: (singt) "Carry on my wayward son..." ,
Matt: Da, siehst du? Ich schätze, dass ich das einfach nicht richtig verstehe. Ich kann nicht wirklich sagen, dass sie eine schlechte Band sind.
Eric: Das hat wahrscheinlich etwas mit Kalifornien zu tun. Angefangen bei THE MAMAS & THE PAPAS bis hin zu BAD RELIGION zieht sich ein roter Faden. In Kalifornien ist es halt immer schön sonnig und da möchtest du in Harmonie mit dem Sonnenschein singen. Aber wenn du in Ohio oder New York aufwächst, machst du dir keine echten Gedanken über Harmonien.

Bei Bands aus Ohio denkt man unweigerlich an Namen wie DEVO und PERE UBU.
Matt: Wir sind in Cleveland aufgewachsen, in dieser ganzen Szene. Mein Onkel ist mit Mitgliedern von DEVO zur Schule gegangen. Er war eng befreundet mit den Mothersbaugh-Brüdern. Insofern bin ich mit Punkrock innerhalb meiner Familie groß geworden. Außerdem fanden in Cleveland immer wieder PAGANS- und DEAD BOYS-Reunions statt, es gab DEATH OF SAMANTHA, PRISONSHAKE...
Eric: Das waren tolle Bands. In Cleveland war man immer etwas ahnungslos, wenn es um Trends und Geschehnisse in andern Teilen des Landes ging. Als in den 80ern dann Collegerock das große Ding war, gab es in Cleveland nur wenige solcher Bands, dafür aber Sachen wie MY DAD IS DEAD oder DEATH OF SAMANTHA. Die hatten keinerlei Ahnung, was sich zu diesem Zeitpunkt außerhalb von Ohio abspielte, machten aber trotzdem hervorragende Musik, weil sie einfach nur das taten, was ihnen am meisten Spaß machte.

Wie steht es mit eurer jetzigen Heimatstadt Columbus?
Matt:
Columbus ist eine typische amerikanische Universitätststadt und demenstprechend ist auch unser Publikum. Wir haben erst kürzlich ein völlig ausverkauftes Konzert auf dem Universitätsgelände gespielt. Es tut sich also etwas. Aber es gibt in Columbus keine richtige Punkszene, wohl eine kleine Hardcore-, mit Sicherheit aber keine Garagen-Szene. Du siehst keine Frauen mit Betty Page-Frisur rumlaufen, genauso wenig wie Rockabilly - oder Johnny Thunders-Typen. Wenn du Städte in Deutschland, Frankreich oder auch Amerika besuchst, stößt du dagegen überall auf diese kleinen Cliquen: Rockabillies, Glam-Rocker, Psyches und so weiter.

Habt ihr in Amerika bereits eine ähnliche Popularität erreicht wie hier in Europa?
Matt:
Das tut sich nicht viel. Vielleicht sind wir in Amerika sogar etwas bekannter.
Eric: Der Vorteil an Europa ist, dass hier mehr Leute wohnen, die du mit deiner Musik erreichen kannst. Außerdem ist Crypt hier sehr viel bekannter. Auf unserer ersten Tour sind viele bestimmt nur zu den Shows gekommen, weil wir auf Crypt sind. Mittlerweile sind wir auch schon ziemlich ausgiebig durch Europa getourt. Das liegt u.a. daran, dass man hier etwas besser behandelt wird. Du bekommst immer warme Mahlzeiten und kannst ab und zu auch mal im Hotel übernachten. In Amerika sind wir bisher noch nicht solange unterwegs gewesen, aber wir haben schon ein paar Wochen entlang der Ost- und Westküste gespielt. So langsam kennt man uns da auch.

Ihr habt ja auch jede Menge gute Presse in MRR gekriegt.
Matt:
Und das ist jetzt vorbei. Crypt arbeitet nämlich seit neuestem mit einem Major-Label zusammen. Sie haben einen P&D-Deal (Pressing & Distributing) mit Matador abgeschlossen.

Und Matador kooperieren mit Atlantic.
Matt:
Richtig. Die Zusammenarbeit findet aber nur in einem kleinen Rahmen statt. Tim hatte einfach keine andere Wahl, sonst hätte er sein Label dichtmachen müssen.
Eric: Außerdem hat er vorher zwei Monate lang herumtelefoniert, dabei wahrscheinlich eine Million Anrufe getätigt und all seine Bands und Freunde gefragt, was er tun soll, um sein Label zu retten. Er hätte entweder seinen Laden schließen oder darauf verzichten müssen, weiterhin neue Platten herauszubringen. Zudem war er es leid, zu sehen, dass alte Freunde wie die DEVIL DOGS und neue Bands wie wir Probleme haben, Alben landesweit in die Läden zu bekommen. In Amerika ist das ein großes Problem.
Matt: Darüber hinaus schuldeten ihm eine Menge Leute Geld. Viele Independent-Vertriebe in den USA sind sehr unzuverlässig, wenn es um das Begleichen von Rechnungen geht. So sehr MRR auch das Independent-Banner schwenkt, in dieser Szene gibt es ebenfalls sehr viele korrupte Geschäftsleute, die nur darauf aus sind, andere über den Leisten ziehen.
Eric: So weit ich weiß, sind wir aber immer noch independent. Ich habe den Vertrag noch nicht gelesen, aber ich bezweifle, dass ein Teil der Einkünfte aus unseren Platten an Atlantic geht, um die nächste WHITNEY HOUSTONTour zu sponsern. All dies Theater, nur weil wir in irgendeiner minimalen Weise mit einem Major in Verbindung stehen. Das ist lächerlich. Wir kriegen dadurch mit Sicherheit nicht mehr Geld, wir touren mehr als je zuvor und werden auch weiterhin versuchen, das bestmögliche Album herauszubringen. Was sollen wir tun? Das Label wechseln? Tim Warren ist ein guter Kerl. Er hat uns von Anfang an aufrichtig behandelt und uns überhaupt erst die Möglichkeit gegeben, Platten zu veröffentlichen. Sollen wir ihn nur deshalb jetzt fallen lassen und zu einem Independent-Label wie Epitaph gehen? Klar, wir würden tonnenweise Geld verdienen, aber wir müssten mit Leuten zusammenarbeiten, die wir nicht richtig kennen, nur weil sie gerade „trendy" sind - also einzig und allein aus finanziellen Gründen. Auf so was habe ich keine Lust.
Matt: Oder wir könnten Tim Yohannan unsere Platten herausbringen lassen. Das würde ich mit Sicherheit nicht wollen. Ich habe nämlich keine Lust, Labelkollege der DIESEL QUEENS zu sein.

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